Förderung einer inklusiven Gemeinschaft und die Ablehnung jeglicher Formen von Diskriminierung, einschließlich Antisemitismus, antimuslimischem, antiarabischem und antipalästinensischem Rassismus.

Bei der 17. Sitzung des 11. Studierendenrats am 08.07.2024, stimmten die Mitglieder folgender Stellungnahme einstimmig zu:

1. Gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit.

Wir stellen uns gegen jeglichen Rassismus, Islamfeindlichkeit oder Antisemitismus. Wir fordern einen respektvollen und friedlichen Campus für alle Studierenden der Universität Tübingen, unabhängig von ihrem Hintergrund, Herkunft und Religion. Wir lehnen antimuslimische und pauschalisierende Unterstellungen ab. Zudem stellen wir uns gegen eine Gleichsetzung aller Juden*Jüdinnen mit dem israelischen Staat.

2. Für Meinungsvielfalt. Alle Stimmen hören.

Als Studierendenvertretung fordern wir die Universität auf, Meinungspluralität und -freiheit zu schützen. Dazu gehört das Schaffen von Safer Spaces, in denen ein freier und sicherer Meinungsaustausch gewährleistet wird. 

Wir würden uns wünschen, dass die Universität Referent*innen einlädt, die die Sichtweise unterschiedlicher Gruppen beschreiben und eine vielfältige Perspektive bieten, sodass eine gleichwertige Meinungsrepräsentation – auch der palästinensischen – gewährleistet ist. Frieden lässt sich nur gewinnen, wenn wir verschiedenen Seiten zuhören und alle Empathie zeigen , sowie die universellen Menschenrechte aller achten. 

3. Freiheit zu protestieren an Unis und überall. Keine politische Exmatrikulation.

Wir unterstützen das demokratische Recht aller auf freie Meinungsäußerung und politische Betätigung. Wir stellen uns gegen Zwangsexmatrikulation aufgrund von politischen Aktivitäten wie beispielweise friedliche Hörsaalbesetzungen. 

Politische Exmatrikulation verletzt das Recht der Studierenden auf Protest und wir stellen uns als Interessenvertretung der Studierendenschaft gegen diese Einschränkung. Wir lehnen es ab, dass die Universität Tübingen von solchen Maßnahmen Gebrauch macht. 

 4. Sicherung des Rechts auf BIldung.

Seit der Zuspitzung des Nahostkonflikts ab dem 07. Oktober 2023 wurden in Gaza zahlreiche Universitätsgebäude zerstört. Dennoch bestehen akademische Strukturen und die Institutionen in Gaza weiter. Das zukünftige Bestehen dieser ist jedoch akut gefährdet und der Lehrbetrieb (teilweise vollständig) eingeschränkt. Wir fordern, dass die Menschen in Gaza ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können und, dass ihnen geholfen wird ihr Studium, gegebenenfalls  auch in Deutschland, beginnen oder fortsetzen zu können.

Des Weiteren unterstützen wir die akademische Zusammenarbeit zwischen der Uni Tübingen und palestinänsischen Universitäten, die dem Aufbau einer friedlichen und demokratischen Gesellschaft dient.

Studierendenrat Tübingen