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Lehre während der Corona Pandemie – Ergebnisse unserer Semesterumfrage

Wie zufrieden seid ihr gerade mit der Online-Lehre? Das hat unser Arbeitskreis Soziales gemeinsam mit der ver.di/GEW-Hochschulgruppe in unserer Semesterumfrage gefragt und unfassbar viel Rückmeldung dazu bekommen. Hier nur eine kleine Zusammenfassung:

Wie bei den anderen Themen sind auch hier die Resonanzen sehr unterschiedlich. Manche von euch sind sehr zufrieden, andere eher unzufrieden, die meisten sammeln sich jedoch bei „weniger zufrieden“. Studierende im ersten und zweiten Semester sind zwar tendenziell etwas weniger unzufrieden, besonders in den ersten Semestern zeigt sich jedoch, wie schwer vielen von euch der rein digitale Start an der Uni fällt.

Ein großes Problem: das digitale Studium scheint mehr Zeit in Anspruch zu nehmen. Viele Dozierende nutzen asynchrone Formate, um Vorlesungen weit länger als 90 Min. halten zu können, teilweise waren Vorlesungen wohl mit 3 Stunden doppelt so lang als sonst üblich. Und auch bei synchronen Veranstaltungen wurde wohl oft überzogen.

Dazu kommt, dass für Veranstaltungen, für die man früher nur anwesend sein und zuhören musste, auf einmal noch schriftliche Abgaben verlangt wurden. Die Vor- und Nachbereitung nimmt so deutlich mehr Zeit in Anspruch. Mit der Schließung der Bibliothek fiel für viele von euch ein ruhiger Ort zum Lernen und somit eine wichtige Arbeitsstruktur weg.

Eine häufig geäußerte Kritik war, dass die Qualität der Lehrveranstaltungen stark von den Lehrenden abhängig ist und einheitliche Konzepte fordern. Vielen von euch fehlt außerdem der Austausch mit den Dozierenden und Kommiliton*innen – das wird besonders dann zum Problem, wenn Dozierende per Mail nur schlecht zu erreichen sind und es keine regelmäßigen Sprechstunden mehr gibt. Auch individuelles Feedback fällt oft weg. Einige von euch berichten, die Leistungsanforderungen wären unklarer als in Präsenz.

In einigen Fällen kam es sogar vor, dass Dozierende lediglich Skripte zur Verfügung stellten und das als Vorlesung verkauften.

Insgesamt zeigt die Umfrage viele Probleme, die in den letzten Semestern in der Lehre aufkamen. Dazu kamen weitere Belastungen, wie Motivationsproblemen, Einsamkeit und Depression.


Antworten aus den freien Textfeldern

Bei der Umfrage kamen in den freien Textfeldern noch viel mehr Antworten als das oben Geschriebene. Angelika aus unserem Büro hat die Antworten mal in Stichpunkten zusammengefasst und kategorisieret. Die Zahl hinten gibt an, wie oft die Punkte jeweils genannt wurden.

Allgemein

positiv

  • Viele Dozierende zeigen viel Geduld und Rücksicht 41
  • Bemühungen der Uni werden positiv gesehen 20
  • Inhaltlich viel mitgenommen (trotz schwieriger Umstände) 7
  • online Lehre sollte auch nach Corona bestehen bleiben 11
  • Studienfach gut online studierbar 27
  • Kosten und Zeit sparen weil kein Fahrtweg (z.B. Pendler, Eltern, Pflegende) 18
  • Fortschritt hinsichtlich Digitalisierung unbedingt in die Zukunft mitnehmen-Vorteil für Menschen mit Lernschwäche oder sonst. Einschränkungen weil flexibler u. in individueller Geschwindigkeit gelernt werden kann 10
    • gut selbst entscheiden zu können, zu welcher Uhrzeit man Vorlesungen anschauen möchte
    • z. B. bei chronischen Schmerzen je nach Gesundheitsstand
  • Aufgenommene, mehrfach abrufbare VL bzw. zurückspulen in Vorlesungen (Podcasts) sehr praktisch wenn Dinge nicht verstanden wurden, mehr Flexibilität 21
  • 60 min Veranstaltungen ausreichend hinsichtlich Konzentrationsfähigkeit 3
  • Vorlesungen sind online ok – Tutorien und/oder Praktika nicht 7
  • Präsenzkurse anzubieten war gut 2
    • z. B. Sport
  • aktuelle Situation aus Rücksicht angebracht, aber Rückkehr zur Präsenz wichtig 13
  • Laborpraktika trotz Verkürzung (nachteilig) mehr Platz für jeden Einzelnen und intensivere Betreuung durch Assistenten 4
  • Die Juristischen Fakultät hat zumindest in der Examensvorbereitung ein sehr gelungenes Online-Angebot, was auch daran liegt, dass das fakultätsinterne Computer-Zentrum entsprechende Formate entwickelt hat, über die Konferenzen und Podcasts sehr gelungen abgewickelt werden
  • Erstis: Discord Server, wo sich alle treffen können mit täglicher Fragestunde und Tipps, wo sich die Erstis bei Problemen aller Art hinwenden können
  • Digitales Studium super, wenn Möglichkeiten zur Verfügung stehen: Zusammenarbeit auf Whiteboard, Aufnehmen von VLs, viele Materialien online verfügbar inklusive Bücher 2
  • Zoom-Lizenz für Studierende zum gegenseitigen Austausch 3
  • Online-Veranstaltungen des Career Services etc. super gut für NatWis
  • Synchrone Lehrformate besser als asynchrone, weil sie wesentlich interaktiver sind und man so mehr und bewusster teilnimmt  4
  • Asynchrone Lehrformate vorteilhaft ,auch für Studierende von Kombi-Fächern – Wegfall von Überschneidungen, effizientes Arbeiten durch mehr Selbstdisziplin, Wegfall v. Fahrzeiten etc. 15
  • Verbesserung im Vergleich zum SoSe 2020

negativ

  • Gesamtniveau der Lehre im Allgemeinen ist gesunken 19
    • schlechtere Prüfungsvorbereitung
  • Austausch mit Kommiliton*innen / Lerngruppen/Unileben fehlt / kein Diskurs über vermitteltes Wissen 65
  • Bei asynchronen Veranstaltungen fällt Interaktion und damit der Austausch zw. den Studierenden weg
  • Höherer Zeitaufwand, höhere Arbeitsbelastung 54
    • deutlich längere Vorlesungen als in Präsenz, teilweise 2-3 Stunden länger – schlecht planbar 5
    • Viele Dozenten halten sich nicht an die 60 Minuten-Regel bei online-Veranstaltungen – z.T. keine Aufzeichnungen 14
    • Inhalte der Vorlesungen umfangreicher, auch durch Zeitüberschreitung-besonders bei asynchronen Veranstaltungen, Konzentrationsprobleme 13
    • Manche Dozenten berücksichtigen nicht den zeitlichen und mentalen Aufwand, den die Vor- und Nachbereitung einer online-Vorlesung bedeutet. Anforderungen wie in Präsenzlehre 10
    • Fehlen einer klaren Trennung zwischen Seminaren/Vorlesungen u. dazugehörigen Nacharbeiten / Hausaufgaben durch asychnchrones Online-Studium 2
      • z.B. Englisch
    • Arbeitsbelastung höher, da mehr abgegeben werden muss z.B. zusätzliche Abgaben / Zusammenfassungen (60-120 Seiten) gefordert, wo vorher Sitzschein genügt hat / in 14 Sitzungen  14 Referate/Übungsblätter/Hausaufgaben 20
      • Aufgaben manchmal 1 Tag vor Abgabe per Mail zugeschickt (24/7 Monitoring der Mailbox) 2
    • Z.T. zusätzliche Blockseminare um Kürzung d. Vorlesungszeit von 90 auf 60 Min zu kompensieren 2
    • unstrukturierte und geballter upload von Materialien und Vorlesungen 4
    • bei Umstellung von c.t. zu s.t. und Zeitüberschreitungen fallen Pausen weg zw. den Vorlesungen 4
  • Qualität der Lehrveranstaltungen schwankt extrem – sehr stark von der Motivation der Lehrperson abhängig: 56
    • Austausch zwischen Studierenden und Dozierenden fehlt / lange Wartezeiten auf Antwortmail / Wegfall von Office Hours 30
    • Dozenten äussern sich negativ zur online-Lehre, obwohl sie teilweise gut klappt
    • Verbindlichkeit schlechter als in Präsenz, z.B Dokumente, Videos etc. nicht zum vereinbarten Zeitpunkt hochgeladen 8
    • Präsenztermine ‚verschusselt‘ (Links werden nicht rumgeschickt)
    • kein individuelles Feedback zu eingegebenen Hausaufgaben 3
    • Teilweise machen sich Dozenten nicht die Mühe neue Vorlesungen zu halten, sondern nehmen einfach ältere Versionen, die bereits einmal aufgenommen wurden (Extremfall: Videos von TIMMS von 2002)
    • Dementsprechend werden neuere Inhalte nicht gelehrt und veränderte/ aktuellere Informationen weggelassen
    • Kürzung der Einheiten mitten im Semester sorgt für mehr Stress, da Dozenten so nicht mehr auf Fragen eingegangen sind Folien durchzubekommen 3
    • Seminare/Praktika in Studiengängen mit wenigen Student*innen fallen aus (bei wenigen Studenten) und / oder werden verschoben – schlecht planbar 4
    • keine Aufzeichnung von Tutorien. Wenn sie während der Arbeitszeit stattfinden, Pech f. Studierende*n 3
    • Lehre (ausserhalb d. Grundstudiums) hat im WS großteils nicht stattgefunden, da die Lehrenden nach eigenen Angaben im SoSe schon ihr Pensum überschritten hatten z.B. Geoökologie
    • eingestellte Audiodateien für asynchrone VL lassen sich nicht durchgehend abspielen, springen nach wenigen Minuten ans Ende und können nicht zurückgespult werden, teilw. schlechte Qualität 5
    • Unterstützung der Fakultät z.T unterirdisch. z.B. Jura:Veranstaltungen v. (älteren) Dozenten fallen ersatzlos aus-Anleitung zur selbständigen Erarbeitung des Stoffes
    • Einige Dozenten bieten keine Veranstaltungen an / beschränken sich völlig unzureichend auf das Online-Stellen von Skripten oder anderen Lernmaterialien -> Selbststudium 11
    • Manche Dozenten verlieren Bezug zu Studenten 4
    • Lehrpersonal teilweise von Technik überfordert 12
    • Ignoranz v. Dozent bzgl. geschlossener Bibliotheken oder erforderlichen Materialien, die nicht online, bzw. nicht in ausreichender Anzahl verfügbar sind 3
    • Vorlesungen an Feiertagen hochgeladen
    • Sport: Vorlesungen werden asynchron angeboten und teils mit sehr schlechter Qualität (nur Folien ablesen, schlechte Mikroqualität, viele Hintergrund & Störgeräusche, kein Kommunikationsforum,  kein potenzialausschöpfender Einsatz digitaler Medien etc.) Praxisveranstaltungen werden um jeden Preis durchgeführt, auch wenn es unvermeidlich zu massivem Qualitätsverlust kommt (z.B. Basketball ohne jeglichen Körperkontakt/Gegenspieler
  • Psychische Auswirkungen: 32
    • Keine Berücksichtigung von psychischen Problemen bei Studenten oder Hinweis auf Möglichkeit psychologischer Betreuung 2
    • Studierende fühlen sich allein gelassen und sind psychisch am Limit 4
    • Konzentrationsprobleme, Einsamkeit (alleine vor dem PC), Selbstzweifel, Depression, Energie- und Motivationslosigkeit 20
    • zusätzlicher Stressfaktor Internetproblemen 3
    • sozialer Ausgleich (z.B. Sport, Treffen mit Freunden, Feiern etc.) fehlt 7
    • Alltagsstruktur fehlt 5
    • finanzielle Sorgen
  • Erstis: online-Studium besonders ungeeignet. Sorgt für Unsicherheit, psychische Probleme: was wird von mir erwartet, hoher Workload überfordert -alles neu, oft unklar, wo nachgefragt werden kann, allein gelassen, kein Kontakt zu Kommilitonen -> psychische Probleme 18
  • Bei bestimmtem Lerntypus ungünstig – extrovertiert, fokussiert auf Lernen i. Gruppen etc. 3
  • weniger Prüfungen als sonst üblich belegt wegen schwieriger Umstände
  • praktischer Teil von Laborübungen fiel weg weil nur digital /nur in verkürzter Form:Abläufe, Handschritte, Wissen etc. können nicht geübt werden 18
    • z. B. bei Medizin, Pharmazie, Medizintechnik, Biochemie, Biologie
  • 60 min Seminare/Einheiten sind zu kurz 9
  • Ilias häufig überlastet 5
  • zu viele unterschiedliche Online Plattformen/Formate – erzeugen Chaos 8
  • Fehlen von online-Seminaren – wurden von Dozenten nicht anberaumt – keine Möglichkeit für Fragenstellung  6
    • es wurden z.T. lediglich Skripte hochgeladen
  • Wenn Grundlagenliteratur nicht digital erhältlich ist, Schwierigkeiten bei der Auswahl weiterführender Literatur und beim Lernen
    • z.B. Kath. Theologie
  • keine Planungssicherheit, da wenig bis keine Kommunikation seitens der Universität 14
    • Ankündigungen online vs präsenz nicht verlässlich z.B. Praktika in Präsenz angekündigt, dann aber doch online
    • Führt zu Problemen wenn wg angekündigter online-Lehre aus finanziellen Gründen Zimmer/Wohnung gekündigt wird
    • teilw. Kommunikation bzgl. Leistungsanforderungen schlecht
    • z.B. Termin des Pflichtseminars zu kurzfristig mitgeteilt (extrem: am Morgen des Seminars herausgegeben)
    • kurzfristige Änderungen bei neuen Regelungen des Landes
  • Bibliothekenschließung 32
    • erfordert Mehraufwand indem man Seminarleitung anschreiben muss, um etwas kopiert zu bekommen
    • Verfügbarkeit der Bibliotheken für manche Fächer essentiell
    • gemeinsames Lernen in Bibliothek fehlt – schwierig, an Bücher zu kommen 2
    • fehlende online-Bücher und Materialien, geringes Angebot 6
    • Höhere Produktivität beim Lernen in der Bibliothek 6
    • fehlender Arbeitsplatz am Campus – bietet Arbeitsstruktur 11
  • Defizit bei Lehramtstudium durch fehlende praktische Übungen 3
  • Fachdidaktik Kurse mussten auch online stattfinden, was vor allem die Erfahrung in einer realitsnahen Situation zu unterrichten stark eingeschränkt hat 3
  • Praktika auf dem Papier ersetzt, in Realität im Grunde einfach abgeschafft 3
  • Fremsprachen: Diskussionen über zoom in Fremdsprache teilw. schwierig 4
  • Ausfall der Exkursionen – sehr schlecht für Forschungsfächer 6
  • Beim Status Quo kann Geld für Unis gespart werden-viele studieren über You-Tube. Online-Studium wie VHS-Kurs, nicht gleichwertig 7
  • Kein Zugang zur notwendigen Infrastruktur in der finalen Schreibphase (letzte Hausarbeiten + Abschlussarbeit). Wurde vor einem Jahr unterbrochen und konnte bislang nicht wiederhergestellt werden
  • Infrastruktur wie Drucker/Scanner und funktionierendes Internet werden vorausgesetzt 14
    • u.a. Rechtfertigung der Studenten ggü. Dozenten, warum sie die letzten 10 Min nicht mitmachen konnten 2
    • bei Anwesenheitspflicht und Internetproblem keine Transparenz, wann Häkchen gesetzt wird 234
    • Geringe Beteiligung an Gruppendiskussionen bei schlechter Internetverbindung, Videokonferenzen sind eine Zumutung 6
    • schlechtes Internet und Rausfliegen aus Zoom-Meetings oder der Stream lädt nicht-Lücken im Stoff 3
    • Downloads dauern oft mehrere Stunden 3
    • keine Alternative, z.B. Ausweichen an die UB
  • Fach mit Präsenzkursen-wg Schwangerschaft diese untersagt-andere Kurse wurden angeboten
  • Präsenzkurse freiwillig – aber ohne online-Ersatz – muss auf später verschoben werden
  • wissenschaftl.-fachlich digital studierbar, jedoch nicht in der Interaktion m. Menschen 12
    • z.B. soziale Berufe, Medizin 
    • z.B. Schulpsychologie – Diagnostik
    • z.B Jura – Fallbesprechungen 
  • Verlegung d. Semesterzeiten erschwert Planung v. Famulaturen i. Semesterferien. Keine Rücksichtnahme auf Dienstpläne bei der Klinik, obwohl v. Dekanat zur Mithilfe aufgerufen wurde
    • z.B. Medizin 2
  • Audioprobleme-problematisch bei Fremdsprachen, BigBlueButton funktioniert schlecht, keine Alternative 3
    • z.B. Japanologie
  • Verpflichtung zur angeschalteten Kamera Voraussetzung zur Teilnahme an Seminaren 5 (Privatsphäre?)
  • Gründe für Studienabbruch:
    • keine funktionierende Internetverbindung, keine alternative Lernplätze 2
    • soziale Vereinsamung, kein Kontakt zu Kommillitonen 2
    • keine Hilfe bei Problemen 2
    • eingesperrt sein
    • Situation wird in Klausuren nicht berücksichtigt
  • Situation erfordert ein hohes Maß an Selbstorganisation seitens der Studierenden-keine Hilfsangebote diesbezüglich 5

Lernumgebung

  • keine Trennung zwischen Studium und Freizeit 4
  • zurück zuhause/keine Präsenzveranst./keine UB – quasi Fernstudium 3
  • kleines Zimmer 6
  • Keine Ruhe, laute Umgebung (Großfamilie, Baustelle, WG) 7
  • Wohnsituation belastend / Internetverbindung geteilt (Bandbreite) 6
  • Studieren mit Kind:
    • negativ:
      • ab Lockdown keine Abgaben mehr geschafft
      • Mehrfachbelastung ist psychisch grenzwertig
      • synchron ist eine immense Herausforderung
      • Pandemiebedingte Schließung der Kindergärten, keine Verlängerung der Zulassung zum Staatsexamen, trotz alleiniger Kinderbetreuung (Kultusministerium!)
      • viele Seminare/Tutorien 16-18 h – keine Kinderbetreuung 3
    • positiv:
      • asynchron macht immens flexibel
      • Keine Fahrzeiten, wenn nicht in Tübingen wohnhaft
      • Mehraufwand in Eigenregie führt zu höherem Lernerfolg
  • Ausl. Studierende: wohnen im Heimatland mangels Visum

Vorschläge

  • durch mehr synchron stattfindende Veranstaltungen mehr Alltagsstruktur schaffen 6
  • Vorlesungen als Aufzeichnung / podcasts zur Verfügung stellen und nicht nur als Videokonferenz/asynchones Lernangebot Videoangebot (auch gut bei schlechter Internetverbindung) 12
  • Lösungen oder Feedback zu Aufgabenblättern bereitstellen
  • Mehr Entgegenkommen seitens der Dozenten bzgl. Abgabefristen
  • Universität sollte Lernplätze zur Verfügung stellen (nicht nur in UB)
  • Im SoSe2020 wurde Beck-online für Jurastudenten freigeschaltet. Inzwischen müsste man das kosten-pflichtig dazubestellen, was nicht für alle Studenten finanziell möglich ist 2
  • Bibliotheken öffnen: 24
    • Universität soll sich beim Land dafür einsetzen, Bibliotheken zu öffnen/Recht auf Bildung und einen geeigneten, von der Uni bereitgestellten Arbeitsplatz und die Möglichkeit zum Scannen/Drucken
    • Einheitliche Regelungen zum Ausleihen von Büchern der versch. Fachbibliotheken und der UniBib
    • mit Hygienekonzept
    • Ausweitung des Scandienstes
  • Sport: Kurszeit wieder auf 1,5 Std. erweitern, um normalen Verlauf und Lernerfolg zu sichern 6
    • ohne Maske evtl. Trainieren aussserhalb Kursen ermöglichen
    • Reduzierung von 1,5 auf 1 Std. bei sportpraktischen Kursen nachteilig, da durch Aufbauen und Aufwärmen das Zeitkontigent fast aufgebraucht ist 
    • es sollte reflektiert werden, welche Praxis-Veranstaltungen während Corona wirklich sinnvoll umgesetzt werden können (z.B. Tennis) und dementsprechend flexibel reagiert werden (entsprechende Kurse vermehrt anbieten,  ermöglichen Kurse vorzuziehen, theorie-lastigerere Semester in kauf nehmen/ermöglichen etc.)
  • Struktur durch einheitliche Formate / Konzentration auf eine/wenige digitalen Plattformen 8
  • Tutorien sollten weiterhin stattfinden wenigstens über zoom und aufgenommen werden 4
  • Manche Tutorien in Präsenz wünschenswert  3
    • z.B. Statistik und CGM
    • z.B. Feldpraktika in Biologie
  • Kaum Zugriff auf Zeitschriften für Studenten-müsste erweitert werden
  • Unterstützung der Universität seitens der Politik bzgl. IT und Personal um digital selbständig zu werden. D.h. mehr Open-Source-Platformen, die die Uni hostet z.B. TIMMS, BigBlueButton nutzbar machen, anstatt lauter Zoom-Lizenzen zu kaufen 5
  • Die Profs sollten nicht nur alte Power Points mit Tonspur hinterlegen (wenn überhaupt), sondern qualitativ gute Videos hochladen 5
  • Dozierende sollten Kamera anschalten 3
  • Anonyme Evaluation auch für digitale Lehre
  • (Verpflichtende) Fortbildungen oder anderweitige Angebote für Lehrende bei denen digitale Tools, Plattformen und Methoden vorgestellt werden – momentan sehr unterschiedlicher Ansatz auch durch fehlende Kommunikation Uni – Lehrende 6
  • Interaktive Gestaltung von Seminaren und Tutorien 2
  • Laborpraktika/Praktika ausschließlich in Präsenz-mehr davon- u. zusätzlich aufzeichnen, online stellen 7
  • Erweiterung der digitalen Lehrinhalte 7
    • Einige VLs werden gefilmt (LectureCast) und könnten problemlos als Videos zur Verfügung gestellt werden, was vielen Studenten das asynchrone Lernen erleichtern würde. Dies wird allerdings nicht gemacht!
    • Statt nur VL Videos hochzuladen, auch ein schriftliches Protokoll o.eine Struktur der VL-Inhalte für jedes Video erstellen.  Hoher Zeitaufwand, die VL zu exzerpieren, da die Videos auch schlecht zurückspielbar sind und man manche Teile dann dreifach oder vierfach hört um gegebenenfalls Missverständnisse auszumerzen, die in der Präsenzsituation (auch aufgrund von kurzen inhaltlichen Fragen am Ende der VL an Dozierende) ausgemerzt werden können.
  • Qualitätsicherung durch Prüfstelle, auch hinsichtl. Datenschutz 3
  • Hotline zur Hilfe bei laufender Vorlesung
  • Dringende Bitte um Anfrage beim LLPA dass das Auslaufen der Gympo um ein weiteres Semester verlängert wird – ansonsten kein Abschluss möglich 2 (Geschichte)
  • Lehreinheit nicht von 60 auf 90 Minuten verlängern, da Konzentrationsfähigkeit nachlässt
  • Kamera, außer bei Prüfungen, freiwillig 3
  • Auf behinderungsspezifische Bedürfnisse eingehen-Änderung durch online-Lehre
  • geringes Präsenzangebot mit Anmeldung, Hygienevorschriften z.B. Vorlesungen im Hörsaal, die gleichzeitig über zoom gestreamt werden 2
  • Infrastruktur (Software, e-learning Plattformen, Support, Verfügbarkeit und Stabilität der Plattformen) eindeutig ausbaufähig 5
    • Zoom, Teams, Laterna, VHS…. Eine Plattform für alle Veranstaltungen wäre einfacher handzuhaben.
    • Sicherstellung, dass Programme, die für manche Module gebraucht werden problemlos zu installieren oder überhaupt auf den gängigsten Betriebssystemen zu installieren sind.
  • Möglichkeit für benachteiligte Studierende, sich z.B. Laptops über die Uni auszuleihen
  • Vorlesungen über zoom besser als über Video+Fragerunde
  • Mehr Umfragen unter Studierenden wie es geht und nicht davon ausgehen, dass diese es schon irgendwie schaffen werden
  • Erstis: Modul BFPT sollte von der Stoffmenge her DRINGEND überdacht werden!!! (LA Englisch+Bio)

Statements

  • Benachteiligte Studierende während Pandemie noch stärker benachteiligt:
    • Studierende mit älterem/schlecht funktionierenden oder gar keinem Computer
    • großer Bildschirm oder kleiner Laptop-Monitor
    • funktionierende und stabile Internetverbindung
    • Arbeitsatmosphäre
    • WG-Atmosphäre
    • Netzwerk aus sozialen Kontakten
  • Lehre und die Entwicklung neuer Perspektiven lebt über das soziale Beziehungsfeld das digital einfach nicht gegeben ist 4
  • Es gibt eine viel klarere Trennung von Verhalten ‚vor der Kamera‘ und hinter dem Rücken der Dozierenden, sodass in den kinship-gruppen, die trotz Pandemie regelmäßig im Austausch sind, verstärkt negatives Feedback sich akkumuliert ohne das Probleme dort angesprochen werden, wo Abhilfe möglich wäre. Was an Kommunikation und Verbesserungen möglich wäre, ist sowohl Dozierenden als auch Studierenden meist gar nicht erst bewusst.
  • während Telefonaten mit Freund*innen/Komiliton*innen steht das gegenseitige Stützen der psychischen Gesundheit an erster Stelle und nicht die fachliche Auseinandersetzung. 
  • Nicht jeder hat die Möglichkeit Texte auszudrucken usw. und es ist anstrengend, den ganzen Tag an Zoom Sitzungen teilzunehmen oder vertonte PowerPoint anzuschauen und dann zusätzlich noch hunderte Textseiten am Bildschirm lesen zu müssen. Bei mehreren Studierenden hat sich die Sehstärke verschlechtert. Andere, die bisher keine Sehhilfe brauchten, brauchen nun eine Brille. Das ist schon sehr erschreckend

Du hast Lust, dich im StuRa für bessere Lehre an der Uni einzusetzen? Komm gern bei einem Treffen unseres AK Soziales oder AK Studium und Lehre vorbei (Termine findest du im Calendar) oder meld dich per Mail an aksoziales [at] lists.stura-tuebingen.de

Mehr zu unserer Semesterumfrage findest du 

Prüfungen während der Corona Pandemie – Ergebnisse unserer Semesterumfrage

Ende letzten Semesters hat unser Arbeitskreis Soziales gemeinsam mit der GEW/ver.di Hochschulgruppe eine Umfrage erstellt, wie zufrieden ihr derzeit mit der Lehre seid und wie es euch auch sonst so geht. Die Vorlesungsfreie Zeit haben wir für die Auswertung genutzt und beginnen mit der Zufriedenheit mit Prüfungen während der Pandemie:

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