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Pressemitteilung: StuRa appelliert für ein zeitnahes Alternativangebot zur Innenstadtstrecke

Der Bürger*innenentscheid zur Stadtbahn ist gegen die Stadtbahn gefallen, aber trotzdem bleiben die Probleme, die die Stadtbahn lösen sollte, weiterhin aktuell. Deshalb hat der Studierendenrat zur Sitzung am 20.12. 2021 folgendes beschlossen:

Der Studierendenrat der Universität Tübingen bedauert das Ergebnis des Bürger*innenentscheids zur Innenstrecke der Regionalstadtbahn. Wie in der Pressemitteilung vom 27. August 2021 ausgeführt, haben die Mitglieder des Studierendenrats den Bau der Innenstadtstrecke mehrheitlich befürwortet.

Student*innen sind eine für den ÖPNV in der Region wichtige Nutzer*innen-Gruppe. Eine bessere Anbindung der Universitätsgebäude an das Umland kann es leichter machen zu pendeln und so helfen, den Wohnungsmarkt in Tübingen zu entspannen. „Was die Wohnraumfrage angeht müssen mehr Flächen im Liniennetz des TüBus für studentisches und soziales Wohnen bereitgestellt werden – hier ist insbesondere das Studierendenwerk gefordert“, meint Laura (Sturamitglied für die Juso-HSG).

Angesichts der Verantwortung, welche die Universität für eine nachhaltige Zukunft trägt, ist der Transport von Student*innen und Mitarbeiter*innen eine der zentralen Fragen. Mit dem Nein zur Stadtbahn wurde eine ganze Reihe von Planungen umgeworfen oder in Frage gestellt. „Die Probleme, welche die Stadtbahn angehen sollte, müssen nun auf anderem Weg gelöst werden. Das wird eine große Herausforderung für die nächsten Jahre“, so Laura weiter.

Das betrifft nicht nur Stadtbewohner*innen, sondern gerade auch Arbeiter*innen und Student*innen, die außerhalb Tübingens wohnen, aber täglich in die Stadt kommen müssen. Viele Menschen, die von einer Stadtbahn profitiert hätten, durften an der Abstimmung nicht teilnehmen. Tim vom Referat für gewerkschaftliche, soziale und ökologische Teilhabe und eine gerechtere Welt führt aus: „Das Pendeln nach Tübingen muss nun ohne die Stadtbahn so erleichtert werden, dass auch Studierende, die nicht in Tübingen wohnen, leicht mit dem ÖPNV zur Uni kommen. Sprich: Ohne auf Autos angewiesen zu sein, ohne damit die Stadt einer noch höheren Verkehrsbelastung auszusetzen oder neue PKW-Parkflächen zu beanspruchen.“

Aus diesem Grund möchte der Studierendenrat an diejenigen, die sich entschieden gegen den Bau der Innenstadtstrecke ausgesprochen haben, appellieren, ihre Vorstellungen eines effektiveren ÖPNV-Angebots zügig umzusetzen. Nicht nur die Klimakrise zeigt uns täglich, dass Massen an Pendler*innen für eine Stadt, die bis 2030 klimaneutral sein möchte, nicht tragbar sind. Auch die angespannte Wohnsituation in Tübingen verlangt nach einer zeitnahen Lösung. Zu Semesterbeginn war das wieder einmal so spürbar wie nie.

Studierendenrat Tübingen