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Kategorie-Archiv AK Politische Bildung

Stellungnahme: Für die Streichung des Namensteils „Eberhard Karls“ aus der Universität Tübingen

Diese Stellungnahme wurde vom Arbeitskreis Politische Bildung des Studierendenrates Tübingen verfasst und am 13. Juli 2022 veröffentlicht. Interessent*innen können weiter unten unterschreiben. Weiterhin findet sich außerdem hier unser FAQ zur Umbenennnung und hier der von studentischen Senator*innen im Senat gestellte Antrag.

Die Unterzeichner*innen sprechen sich für eine Streichung von „Eberhard Karls“ aus der Namensführung der Universität Tübingen aus und damit für die Umbenennung in „Universität Tübingen“.

Schon seit den 1970er-Jahren wurde immer wieder Kritik an dem historischen Namen der Eberhard Karls Universität Tübingen geäußert. Seit Mitte letzten Jahres befasst sich der Senat der Universität näher mit der Thematik und gab in diesem Zuge ein Gutachten zur historischen Dimension des Namens und der Namensführung in Auftrag, das inzwischen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Der Senat führt nun in mehreren Sitzungen eine Debatte zum Namen der Universität und wird voraussichtlich noch im Sommersemester 2022 darüber entscheiden, inwiefern „Eberhard Karls“ als Teil des Namens der Universität abgelegt oder weitergeführt werden soll. Die Unterzeichner*innen sehen viele gute Gründe, bei dieser Entscheidung für die Umbenennung zu stimmen, die im Folgenden dargelegt werden:

Ehrungen wie die Benennung von Institutionen nach wichtigen Persönlichkeiten sind einerseits Würdigung ihrer individuellen Leistungen, andererseits sollen mit der Ehrung aber auch Vorbilder geschaffen werden, die zum Nachahmen anregen. Damit beziehen sie sich einerseits auf vergangene Leistungen, haben aber gleichzeitig auch einen starken Zukunftsbezug, da andere Personen durch die Ehrung aufgefordert werden, es den Geehrten gleichzutun. Ehrungen versuchen, bestimmte Normen zu fördern sowie Sinn zu stiften und sind ein Ort, an dem Gesellschaftsordnungen verhandelt werden. Ehrungen sind daher keine eigenmächtige Kraft, sondern ein aktiv vorgebrachter Identitätsentwurf. Es ist wichtig und natürlich, dass innerhalb von pluralen und offenen Gesellschaften Konflikte um bereits bestehende Ehrungen geführt und diese neu verhandelt werden.

Dabei ist zu beachten, dass die Benennung der Universität Tübingen nicht schon immer als Ehrung verstanden wurde. Mit der Zeit hat sich das aber geändert: Namen werden heute als Ehrungen gelesen. Daher muss die Debatte auch aus einer modernen Perspektive geführt werden.

Um zu beurteilen, inwiefern eine Ehrung auch heute noch einen tragfähigen Identitätsentwurf für ein Kollektiv darstellt, muss selbstverständlich auch die historische Dimension der geehrten Personen betrachtet werden. Einen ersten Ansatz dafür bietet das Gutachten der Kommission.

Das vorgelegte Gutachten untersucht die beiden Namensgeber der Universität auf die vorgebrachten Vorwürfe des Antijudaismus sowie des tyrannischen Absolutismus und stellt ihrem Handeln in dieser Hinsicht dabei ihre Leistungen und Verdienste um die Universität Tübingen entgegen. Diese Verdienste allerdings wiegen die unserer Ansicht nach gerechtfertigte Kritik nicht auf und rechtfertigen keine Beibehaltung der Namensgeber im 21. Jahrhundert. 

Am eklatantesten zeigt sich dies an der Person Herzog Eberhards I. im Bart. Seine persönliche Einstellung gegenüber jüdischen Menschen bleibt unklar und lässt sich anhand der Quellenlage auch nur indizienhaft rekonstruieren. Sein als Monarch stets politisches jüd*innenfeindliches Handeln spricht jedoch eine eindeutige Sprache. Dass er damit ein ausgesprochen durchschnittlicher Vertreter seiner Epoche gewesen und auch nicht durch im zeitgenössischen Vergleich übermäßiges jüd*innenfeindliches Handeln aufgefallen sei, relativiert dieses Handeln in keiner Weise, sondern verdeutlich umso mehr, dass er als Repräsentant eines veralteten, menschenfeindlichen Zeitgeists im 21. Jahrhundert nicht mehr zum Namensgeber einer Institution taugt, die den Anspruch hat, eine gesellschaftliche Vorreiterrolle einzunehmen. 

In der Würdigung von Eberhards Lebenswerk darf ihm nicht bei der Universitätsgründung ein hohes Maß an Eigenleistung zugestanden werden, wenn zugleich seine antijüdische Politik auf Einflüsse aus seinem Beraterumfeld reduziert wird. Als Herrscher und Politiker müssen wir ihn in seiner Gesamtheit ernst nehmen und dazu gehört, anzuerkennen, dass er Verantwortung für die Ausweisung der Jüd*innen aus Tübingen und Württemberg trägt. 

Das Gutachten der Historiker*innenkommission stellt fest, dass „die testamentarische Bestimmung Graf Eberhards eine weitreichende Bedeutung für die von heftiger Judenfeindschaft geprägte Politik Württembergs seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert“ hatte. Die Geschichte Eberhards und seines Wirkens endet nicht mit 1496, sondern geht weit darüber hinaus. Gerade in Tübingen lässt sich eine traditionell außerordentliche Jüd*innenfeindlichkeit bis weit ins 20. Jahrhundert feststellen. Erst Leopold Hirsch gelang es 1850, also fast 400 Jahre nach der Universitätsgründung, als erster Jude wieder in Tübingen wohnen zu dürfen. Professor Ernst Lehmann verkündete 1935 stolz, jüdische Professoren habe man in Tübingen „stets von sich fern zu halten gewusst.“ Für den größten Teil ihrer Geschichte war die Universität Tübingen ein jüd*innenfeindlicher Ort. Für viele jüdische Universitätsangehörige ist es vor diesem Hintergrund heute nur schwer erträglich, an einer Institution zu arbeiten bzw. zu studieren, deren Gründung untrennbar mit jüd*innenfeindlicher Politik verknüpft ist.

Nebst der geradezu überwältigenden Debatte um Eberhard scheint Herzog Karl Eugen nahezu unterzugehen. Ist sein Verdienst um die Universität ungleich geringer als ihre Gründung, so scheint das ihm zur Last Gelegte ebenfalls weniger gravierend. Der Hauptvorwurf, dessen gerechtfertigter Ausräumung das Gutachten auch einigen Platz zugesteht, war eher der bisher angenommene Schaden der Universität durch die Gründung der Hohen Karlsschule als sein sonstiges politisches Handeln. 

Bisher nicht im Fokus des Diskurses steht dagegen sein Menschenhandel. Durch Subsidienverträge unterstützten viele absolutistische Herrscher des 18. Jahrhunderts beispielsweise Verbündete mit Soldaten, die für eine gewisse Zeit zur Verfügung gestellt wurden. Neu bei Karl Eugens Soldatenhandel, der historisch am Ende dieser Praxis steht, war, dass er nicht von Landesinteressen getrieben war, sondern allein von finanziellen. Mit dem „Kapregiment“ verkaufte er ab 1781 3200 Soldaten an die niederländische Ostindienkompanie, die mit ihnen koloniale Unternehmungen umsetzte. Nur 100-200 der vorwiegend armen Soldaten kehrten nach Württemberg zurück, insgesamt starben 72%. Kritisiert wurde diese Praxis zeitgenössisch u. a. von Friedrich Schiller und Christian Friedrich Schubart, der dafür sowie für Schmähkritik an Karl Eugen und dessen Mätresse Franziska von Hohenheim 10 Jahre in Festungshaft einer Umerziehung unterzogen wurde. Erst durch preußische Einmischung und nach etlichen Protesten deutscher Intellektueller kam er wieder frei.

Karl Eugen repräsentiert einen auf die Spitze getriebenen Absolutismus, der die Staatskasse mit dem Verkauf von Menschen aufbesserte und Kritiker*innen einsperren ließ. Diese Werte stehen der Universität als Ort gesellschaftlichen Fortschritts und des freien Meinungsaustauschs entgegen. 

Die Sorge, eine kritische Erinnerungskultur an unserer Universität könne nur unter dem bisherigen Namen stattfinden und er daher zu erhalten sei, halten die Unterzeichner*innen für nicht plausibel. Dass eine breit organisierte Auseinandersetzung in der universitären Gemeinschaft bisher ausblieb, zeigt, dass der Name allein nicht reicht, um sie anzustoßen. Vielmehr wurde und wird die Geschichte der Universität inklusive der Namensgenese äußerst stiefmütterlich behandelt – ein Zeichen dafür ist, dass bis heute den meisten Universitätsangehörigen nicht klar ist, nach welchen beiden Personen die Universität benannt ist, geschweige denn aus welchen Gründen. Und das keineswegs selbst verschuldet: Wer sich für die Geschichte der Universität ernsthaft interessiert, muss sehr lange aktiv nach Informationen suchen – die Universität zeigt bisher kein großes Interesse an Aufklärung. Erst jetzt, im angestoßenen Prozess, wird endlich in einer breiteren Öffentlichkeit über das Thema gesprochen. Die Unterzeichner*innen wünschen sich eine offene Universität, die aktiv und engagiert über Erinnerungskultur diskutiert – und diese Offenheit auch im Namen trägt. 

Eine Universität im 21. Jahrhundert sollte sich nicht davon abhängig machen, was Monarchen vor Jahrhunderten für sie entschieden haben. Es ist die Aufgabe einer demokratischen Universitätsgemeinschaft, kritisch über existierende Ehrungen zu reflektieren und sie zu würdigen, aber auch in ihrem Sinne anzupassen. Mit einer Streichung von Eberhard und Karl hin zu der „Universität Tübingen“ kann unsere Universität im Jahr 2022 signalisieren, dass sie diesen demokratischen Auftrag ernst nimmt.


Stellungnahme unterzeichnen

Die Sammlung der Unterschriften ist beendet.

Erstunterzeichner*innen

Prof. Dr. Reinhold Boschki,  Berufsorientierte Religionspädagogik

Prof. Dr. Peter Kremsner, Institut für Tropenmedizin, Reisemedizin, Humanparasitologie

Prof. Dr. Hannah Markwig, Senatorin, Lehrstuhl für Kombinatorische algebraische Geometrie

Prof. Dr. Heike Oberlin, MitgliedUniversitätsrat, Indologie

Dr. Natalie Glynn, Comparative Public Policy

Alexandra Dick, De/Sakralisierung von Texten, Textverständnis und Krieg

Maximilian Kiefer, Internationale Beziehungen/ Friedens- und Konfliktforschung

Maike Messerschmidt, Internationale Beziehungen/ Friedens- und Konfliktforschung

Katharina Zimmermann, Mittlere und Neuere Kirchengeschichte

Jacob Bühler, Mitglied Universitätsrat, Exekutive der Verfassten Studierendenschaft

Johanna Grün, Exekutive der Verfassten Studierendenschaft und Senatorin

Moritz Rothhaar, Exekutive der Verfassten Studierendenschaft

Linda Amazu, Senatorin

Anna-Lena Sieß, Senatorin

Tobias Löffler, Senator ab Oktober 2022

Jeremias Schulze, Senator ab Oktober 2022

Anna Biederer, Mitglied Fakultätsrat Philosophische Fakultät 2022

Lukas Weber, Stellv. Fakultätsratsmitglied Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Gruppen

Fachschaftenvollversammlung Tübingen

Juso Hochschulgruppe Tübingen

Grüne Hochschulgruppe Tübingen

[‘solid].SDS Tübingen

Mittelbauvertretung des Instituts für Politikwissenschaft

Les Amis du TübAix (Studierenden- und Alumni-Verein des deutsch-französischen Studiengangs TübAix, Association des étudiants et alumni du cursus intégré franco-allemand TübAix)

Amnesty International Hochschulgruppe Tübingen

Jusos Tübingen

Grüne Jugend Tübingen

Jufo Deutsch Israelische Gesellschaft Tübingen

Fachschaft Psychologie Tübingen

Fachschaft Politikwissenschaft Tübingen

Fachschaft Philosophie Tübingen

Fachschaft Klassische Philologie

ver.di Ortsverein Tübingen

Alle Unterzeichner*innen

469 Dr. Michael Schober Ehemaliger der Kath.-Theologischen Fakultät
468 Katharina Grünbaum Lehramt: Englisch, Geographie
467 Marit Struckmann Psychologie
466 Georg Keller Biologie
465 Jonas Steinwender Nano Science, Naturwissenschaftliche Fakultät
464 Annabelle Schönherr Koreanistik, Empirische Kulturwissenschaft (Ludwig-Uhland-Insitut)
463 Maria Burckhardt
462 Ricarda Rudhard Katholische Theologie / Englisch
461 Kim Larissa Matschulat Internationale Literatur, Philosophische Fakultät
460 Susanne Grimbacher Kath. Theologie
459 Maximilian J. Schupp Humanmedizin
458 Anton Bandomer Literatur- und Kulturtheorie
457 Katharina Jauch Katholische Theologie
456 Annika Hümbs Latein + Altgriechisch BA
455 Dana Jabari Psychologie
454 Lusanne Sing Medienwissenschaft
453 Samuel Munz Englisch
452 Muriel Stiefel Geo und NwT
451 Theresa Mayer Kath. Theologie
450 Angelika Frescher Latein, Germanistik, ev. Theologie (M. Ed.)
449 Lara Schlageter Hebammenwissenschaft
448 Katharina Wurzinger Geschichtswissenschaft
447 Julien Vogel Klassische Archäologie
446 Julian Müller Katholische Theologie; Kath. Theolog. Fakultät Tübingen
445 Erik Häring MeWi, EKW
444 Nils Widmann Biologie
443 Simone Hiller KIBOR, Katholisch-Theologische Fakultät
442 Valerie Stenzel Kath. Theologie
441 David Goes Politikwissenschaft, Englisch
440 Marie Raßmann Katholische Theologie
439 Lukas Lesser Humanmedizin
438 Lorena Grandy
437 Marin Pavičić-Le Déroff Sinologie
436 Ricarda Schmid und Chiara Fröhlich AG Feministische Außen- und Sicherheitspolitik/ PoWi-Sinologie
435 Sebastian Pittl Katholische Theologie
434 Moritz Sacherer Gymnasiallehramt Katholische Theologie und Biologie, Katholische und Biologische Fakultät
433 Clara Cuzma Politikwissenschaft, Soziologie
432 Antonia Queitsch Physik
431 Lilia Marie Steinmetz Politikwissenschaft
430 Sascha Thürmann Institut für Medienwissenschaft
429 Arno Schmidt Studi, Empirische Kulturwissenschaft
428 Daniel Maier Zentrum für Datenverarbeitung
427 Maximilian Bartelt
426 Tatjana Tull AHD
425 Helena Eikam Sinologie
424 Julia Koch Soziologie
423 Arne Güttinger Soziale Arbeit, Erziehungswissenschaft
422 Joscha Uhlmann Politikwissenschaften
421 Lara Wörner Politikwissenschaft
420 Erwin Feyersinger Institut für Medienwissenschaft
419 Victoria Wang Politikwissenschaft
418 Hanna Hoblaj Deutsch, Spanisch (Bachelor of Education), Universität Tübingen
417 Patrick Köhler Machine Learning
416 Helena Atteneder Institut für Medienwissenschaft
415 Victoria Annemarie Elisabeth Kratel Institut für Medienwissenschaft, Tübingen
414 Antonia Hagen empirische Bildungsforschung und pädagogische Psychologie
413 Richard Langer Politikwissenschaft
412 Marco Tzschentke Mathematik
411 Tim Naasz Politikwissenschaft (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät), Allgemeine Rhetorik (Philosophische Fakultät)
410 Jana Rinderknecht Geographie
409 Elsa Krieg
408 Ilayda Sutekin Philosophie
407 David Voigt Informatik
406 Maribel Graf Empirische Kulturwissenschaft
405 Emma Karrlein Humanmedizin
404 Aaron Weiss Philosophie
403 Daniel Spülbeck Philosophie
402 Aurélie Mauch
401 Marco Kögel Nano-Science Student
400 Maeva Kurth Zahnmedizin
399 Patrick Sam M.Es. Philosophie/Ethik + englisch
398 Ilma Maloku Philosophie
397 Lulja Hämmerle Französisch, Ethik/Philosophie
396 Bent Henke Philosophie
395 Jennifer Schönfisch Psychologie
394 Sandra Kauenhowen Tübingen School of Education
393 Rebecca Hirschberg Lehramt Mathematik, Englisch
392 Emma Schrade Politikwissenschaften und Philosophie
391 Schirin Hybner Geographie
390 Jessica Dreiz Bachelor of Education
389 Ursula Epp Jura
388 Dominic Brown Politikwissenschaften & Englisch
387 Steven Mergler B.Ed. Französisch-Ethik
386 Maren Schrabback Medienwissenschaft
385 Gina Schimanski Institut für Erziehungswissenschaft
384 Cedric Schwartz Institut für Politikwissenschaft
383 Pia Ewert Soziologie
382 Ruth Wolf Institut für Politikwissenschaft
381 Florian König Methoden der Medizininformatik
380 Annika Tauber Psychologie, Uni Tübingen
379 Georgeos Giannoules Erziehungswissenschaft
378 Lena Kremer M.A. Internationale Literaturen
377 Silvia Grießl Politikwissenschaft
376 Justus Thoms Fachbereich Psychologie
375 Paulina Frey Humanmedizin
374 Lea Kapels Physik
373 Asena Bashoruz Lehramt Geschichte
372 Michelle Vogel Philosophische Fakultät, Englisch und Geschichte
371 Viktor Geiger Geschichte
370 Noah Bakos Katholische Theologie
369 Mohamad Azzam Zentrum Islamische Theologie
368 Marc Heidecker Mathematik
367 Jannik Steiner Germanistik, Anglistik
366 Timea-Chiara Annovazzi Medizin
365 Ellen Twesten Allgemeine Rhetorik
364 Elisabeth Weniger Politikwissenschaft
363 Hannah Eisenbarth Psychologisches Institut
362 Sebastian Fuest Geschichte, Uni Tübingen, Student
361 Nick Schindowski Medienwissenschaft
360 Kim Dienelt Mitarbeiter, Philosophisches Seminar
359 Chiara Weinmann Medienwissenschaft
358 Josua Carl Bioinformatik
357 Christine Soloch Medienwissenschaft
356 Melina Lay Medienwissenschaften
355 Nils Jungehülsing
354 Evin Sahin Medienwissenschaft, Allg. Rhetorik
353 Luca Bonsa Medienwissenschaft, Institut für Medienwissenschaft
352 Theresa Heilmann Biologie & Philosophie / Ethik
351 Jule Heckeler Humanmedizin
350 Alexa Böttcher Rechtswissenschaft, Psychologie
349 Belgin Günay Englisch und Deutsch, B.Ed.
348 Heinz Piringer Italienisch/Französisch
347 Anna Gassmann Germanistik
346 Franziska Gaibler Geschichtswissenschaft
345 Nora Homes Kunstgeschichte
344 Marie Gfrörer Psychologie
343 Gert-Hauke Busch Anästhesie Uniklinik Tübingen
342 Christine Fey
341 Zora Stobbe Kognitionswissenschaft BSc
340 Carlo Heimisch Allgemeine Pädagogik
339 Theresa Köhl Kunstgeschichte
338 Fania Tschepe Literatur- und Kulturtheorie
337 Ariane Ganz
336 David Hildner ehem. Informatik
335 Karina Wasitschek Empirische Kulturwissenschaft, Ludwig-Uhland-Institut
334 Anne Henkel Anglistik
333 Liliane Dickenbrock Psychologie
332 Florian Schaible
331 Handrim Emini Künstler und Lehrer
330 Marcus Hammerschmitt Alumnus Philosophie, Germanistik. Schriftsteller, Journalist, Fotograf.
329 Simon Nugel Politikwissenschaft, VWL
328 Siegfried Pöschik Allg. Rhetorik
327 Anna Sloan
326 Juliane Hauschulz Institut für Politikwissenschaft
325 Marvin Borner Kognitionswissenschaften
324 Amelie Epp Psychologie
323 Alexandra Moskal Psychologie
322 Mascha Lacht
321 Rosanna Krebs
320 Anais Rasch
319 Nicole Breuninger Hebammenwissenschaften, Medizinische Fakultät
318 Johannes Kuhn
317 Kerrin Bertram Molekulare Medizin
316 Ronja Link Politik u Soziologie Studentin
315 Rica Viehweger Psychologie Uni Trier
314 Lena Busley
313 Lennart Brandtstätter Ur- und Frühgeschichte
312 Pia Nawrazala
311 Claudius Weidenbach Politik & Geschichte
310 Kaja Vitzthum Psychologie Studentin
309 Aaron Arneke Geoökologie
308 Felice Arikoglu Humanmedizin
307 Kira Beer Katholische Theologie
306 Birgit Hoinle Geographie
305 Jonathan Göth Psychologie
304 Christina Danzer Molekulare Medizin
303 Ramona Simoneit Lehramt, Deutsch, Ethik/Philosophie, Uni Tübingen
302 Florian Krohs Präsident des Studierendenparlaments der Universität Trier
301 Marc Seul Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung Trier, Universität Trier
300 Christoph Fischer Referat für Finanzen des AStA der Universität Trier
299 Moran Kretz Zahnmedizin
298 Rebecca Lögers da Silva
297 Kerstin Karres Economics
296 Leon Juranovic B.Ed. Geschichte und Englisch
295 Cedric Paulik Politikwissenschaft und Geschichte
294 Sandra Ladegast Uni Tübingen, Psychologie
293 Tatjana Korbanka Psychologie, Psychologisches Institut
292 Nina Postl Englisch, Latein
291 Daniela Verratti Computerlinguistik
290 Judith Neubrand Psychologie M.Sc.
289 Antina Hertel Medizin, Uni Tübingen
288 Lara Lindahl Medienwissenschaft, Universität Tübingen
287 Lukas Bach EKW, Ludwig-Uhland-Institut
286 Toni Mey
285 Keya Baier Politikwissenschaft
284 Ulf Heyne Medizin
283 Cora Hartmann Deutsch, Englisch
282 Sarah Kuhn Soziologie
281 Matthias Helmold PhD Student, Ifiz, Abteilung Immunologie,
280 Patrizia Pinzl Politikwissenschaft
279 Anna Keiner Soziologie, Germanistik
278 Annika Siewert Allgemeine Rhetorik
277 Lars Kirchhoff Interdisziplinäre Amerikastudien, Universität Tübingen
276 Jonas Martin Physik
275 Gamze Uğur Soziologie
274 Jens Kolata
273 Mia Federmann Ev. Theologie
272 Cosima Rade Politikwissenschaft
271 Chiara Kienhöfer Politikwissenschaften, Geschichte
270 Florian Grote Biologie und Englisch
269 Lara Park Koreanistik
268 Janina Frey Pädagogik
267 Kim Buss Philosophie
266 Florian Sauer Alumnus IfP
265 Jan Bleckert Soziologie
264 Julia Zschauer
263 Claire Sapper Medienwissenschaft
262 Lea Ditrich BA HF Koreanistik
261 Christoph Regli Medienwissenschaft
260 Martha Lorenzen Leibniz Kolleg 2022
259 Rebecca Nachtigall Medienwissenschaft
258 Mareike Andert Politikwissenschaft, Allgemeine Rhetorik
257 Emily Klein Medienwissenschaften, Universität Tübingen
256 Daniel Gruner Politikwissenschaft und Allgemeine Rhetoril
255 Max Mühr Poltikwissenschaft & VWL
254 Johanna Ach B.A. Anglistik/Amerikanistik und Koreanistik
253 Mirjam Nguyen-Duong Philosophie, Englisch
252 Dominik Wetzel PoWi
251 Jasmin Dahn Koreanistik
250 Luisa Rossi International Economics
249 Madlen Herbig Politikwissenschaft, Institut für Politikwissenschaft
248 Wencke Rynek BA HF Koreanistik
247 Hannah Benser Koreanistik
246 Alena Krieger Medienwissenschaften und Koreanistik
245 Georg Feltz Geowissenschaften
244 Gerlina Flunki
243 Sina Wenke Humanmedizin
242 Claudio Tedeschi
241 Hannah Blessing Politikwissenschaft, Rhetorik
240 Jonathan Dreusch Co-Vorsitzender der Verfassten Studierendenschaft Tübingen 2018-2020
239 Manuela Mann Sem. f. Neuere und Neueste Geschichte
238 Ruben Eras Allgemeine Rhetorik, Philosophische Fakultät
237 Lena Prytula Anglistik/ Amerikanistik und Romanistik
236 Maxim Pfeiffer Geoökologie
235 Marleen Greiner Musikwissenschaft
234 Sandra Dürr Politikwissenschaft, MA
233 Daniel Stenger UKT
232 Constanze Albrecht Deutsches Seminar
231 Raphael Fischer M. Ed. Englisch und Geschichte
230 Pauline Eininger Allgemeine Pädagogik, IfE
229 Vincent Fix Englisch, Philosophie, Politikwissenschaft
228 Madina Manto Europäische Kultur und Ideengeschichte
227 Lena Brügger Politikwissenschaft
226 Rebecca Tiggemann Empirische Kulturwissenschaft
225 Helene Merz Politikwissenschaft
224 Alisa Braun Kath. Theologie
223 Elena Suck Philosophische Fakultät, Ethnologie
222 Yuk Blomeyer Allgemeine Rhetorik, philosophische Fakultät
221 Ann-Kathrin Neff Ethnologie
220 Hella Deluse Politikwissenschaft
219 Simon Kasperek Ehemaliger Student im Fach Economics & Business Administration
218 Theresa Zeng Politikwissenschaft & Französisch
217 Bulëza Qorri Geoökologie
216 Lisa Hohmann Politikwissenschaft und Ethnologie
215 Simon Vaas Kath. Theologie/ Germanistik
214 Luca LeBlanc Geographie
213 Till Sandhöfner Deutsch, Geschichte
212 Sophia Semmler Politikwissenschaften
211 Celine Decker Soziologie, Politikwissenschaft
210 Ramon Brombeis
209 Mara Seyfert Machine Learning
208 Christoph Kuckat GEOGRAPHIE
207 Jana Wahr Ethnologie, Indologie
206 Maximilian Baar Politikwissenschaft
205 Tim Fröhlich Politikwissenschaft
204 Hannah-Sophie Herbst Soziologie
203 Maja Bockstadt Soziologie, Politikwissenschaft
202 Jan Ruck Politikwissenschaft
201 Katharina Will Computer Linguistik
200 Jana Feucht Ethnologie, Philosophische Fakultät
199 Lea Abel Politikwissenschaft/ Germanistik B.Ed.
198 Ronja Rösch B.A. Politikwissenschaft, Wirtschafts-und Sozialwissenschaftliche Fakultät
197 Elisabeth Böckler Katholische Theologie
196 Nicole Riedinger Biologie
195 Michelle Megerle Empirische Kulturwissenschaft
194 Carolin Köbele Soziologie, Universität Tübingen
193 Lukas Vetter Politikwissenschaft
192 Magali Jung Klassische Archäologie, Rhetorik
191 Gizem Öztürk Politikwissenschaft
190 Simon Röding Politikwissenschaft
189 Mattis Holland Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, B. of ED
188 Ekaterina Sharova Medienwissenschaft
187 Theresa Hoff Politikwissenschaft/ EKW
186 Lilian Weigl Soziologie
185 Ilias Ay Psychologie
184 Josefine Kurth Studentin der Politikwissenschaft
183 Paula Intelmann Psychologie
182 Hannah Winkler
181 Hanna Veiler Jüdische Studierendenunion
180 Julian-Samuel Gebühr Medizininformatik
179 Dina Kälberer Soziologie
178 Meret Kupke Ethnologie, Philosophische Fakultät
177 Melis Büyük Politikwissenschaft
176 Sonia Diemunsch Latein
175 Laura Lehmann Erziehungswissenschaft und Soziale Arbeit/Erwachsenenbildung
174 Tim Penninger Geschichtswissenschaft
173 Özge Gürgör Ethnologie
172 Lena Abraham Ethnologie
171 Moritz Bauer Philosophie
170 Elisabeth Köngeter Geschichte
169 Sophia Leiendecker Master‘s student MAPIR
168 Katharina Schenke Ethnologie
167 Leon Held Jura
166 Marc Mausch Medizinische Fakultät
165 Jasmin Reck Latein, Philologisches Seminar, Philosophische Fakultät
164 Lilli Schreiber Geoökologie
163 Aurelia Rohrmann
162 Canel Kaya Alumnus Latein/Politikwissenschaft (Lehramt)
161 Lisa Oelmayer FSU Jena
160 David Klumpp Geschichtswissenschaft, kath. Theologie
159 Yasmina Dahm Geschichte
158 Konstantin Weeber ev. Theologie/IZEW
157 Dr. Henning Drews Medizin
156 Belana Dietz Ethnologie
155 Vanessa Raschke Fakultät Rechtswissenschaften
154 Sarah Sobotta Neural and Behavioral Sciences
153 Pauline Zirkel Politikwissenschaft
152 Julia Faulhaber Ethnologie
151 Daniel Weinmann Geschichte, Slavistik
150 Miriam Zeitler Politikwissenschaft und Ethnologie
149 Marie Clauß Ethnologie
148 Lina Feuchter Ethnologie, Politikwissenschaft
147 Javier Mariscal Social and Cultural Anthropology, MA student
146 Jessica Dietz Ethnologie
145 Alexandra Goitowski Sozial- und Kulturanthropologie, Philosophie
144 Leonie Votteler Ethnologie
143 Bastian Salzer Geschichtswissenschaft, Soziologie
142 Sophia Kieß Geschichtswissenschaft
141 Kined Magg Humangeographie, Goethe-Uni FFM
140 Fabia Charlotte Göbel Humanmedizin
139 Anna Hach Ethnologie
138 Inga Bartels Allgemeine Rhetorik, Soziologie
137 Katharina Eisenbarth
136 Hannah Möller
135 Sofia Porscha Studi, M.A. Social and CUltural Anthropology
134 Arne Rössner Rechtswissenschaft
133 Hannes Juretzka Interfakultäres Institut für Biochemie
132 Hilkea Blomeyer Germ. Linguistik
131 Julia Birnbaum Geschichtswissenschaft
130 Heiko Heil
129 Isi Gr BSA
128 Jonathan Rößler Alumnus Politikwissenschaft und Philosophie, Doktorand
127 Julius Kreiser Kath. Theologie
126 Stefanie Fuchs
125 Marie Lindenthal Geschichtswissenschaft
124 Julia Braun English Linguistics
123 Jan-Christoph Feucht Geographie
122 Furkan Yüksel Geschichtswissenschaften
121 Fabian Everding Vorstand bei Die Linke KV Tübingen
120 Lena Linsenmaier Politikwissenschaften, Soziologie
119 David Macdonald Erziehungswissenschaft/Soziale Arbeit
118 Dominik Bupb Geoökologie
117 Benedikt Rößler Geschichtswissenschaft
116 Anna Reinhardt Erzuehungswissenschaft
115 Dominic Werkle B.A. Erziehungswissenschaft/ Sozialarbeit
114 Lisa Eisenmann Katholische Theologie
113 Theresa Mayer Anglistik
112 Lone Kundy Alumna
111 Lucia Eberl Humanmedizin
110 Leo Maucher Theologie, Philosophie
109 Santa Palmieri
108 Tobias Raisch
107 Maximiliane Krämer Katholische Theologie; Germanistik
106 Franziska Moosmann Kath. Theologie
105 Karin Haslauer Medizininformatik
104 Hafez Aslan POLITIKWISSENSCHAFT
103 Natalia Nagel Politikwissenschaft
102 Andrea Reuß-Otto Dipl.-Päd.
101 Kai Herrmann
100 Mirek Heißenbüttel Internationale Literaturen
99 Lena Koberg Internationale Literaturen, Anglistik (B.A.)
98 Angelika Ride Geowissenschaften
97 Bastian Meyer Chemie B. Sc.
96 Katharina Schmitt Geschichte, Französisch, Spanisch
95 Kerstin Rau
94 Hannah Burckhardt Empirische Kulturwissenschadt und Philosophie
93 Pauline-Sophie Dittmann Friedensforschung und internationale Politik
92 Stephan Wienecke Medienwissenschaft
91 Justus Raasch Politikwissenschaften, kath. Theologie
90 Nathalie Widmann Philosophie, Geschichtswissenschaften
89 Petra Bomme Skandinavistik, Philosophische Fakultät
88 Anna Mayer
87 Ruth Homes Judaistik
86 Thomas Forster Geowissenschaften, Universität Tübingen
85 Lea Schumacher
84 Rahim Waweru Pflege
83 Henri Pfleiderer M.Sc. Economics
82 Jonathan Mannhart Kognitionswissenschaft
81 Alexandra Walter Informatik
80 Felix Strnad PhD candidate, Compute Science
79 Regina Fetzer-Weber
78 Niklas Haupt
77 Mirjam Spring Psychologie
76 Josua Stoll
75 Pia Zazzarini Soziale Arbeit
74 Michael Haid Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft
73 Mirja Nicklau Psychologie
72 Karl Weber
71 Laura Wessel Erziehungswissenschaft
70 Sara da Piedade Gomes
69 Angelina Kuhnmünch
68 Elisabeth Lang
67 Philipp Wesofski
66 Lisa Vest
65 Kim Papendorf
64 Susanne Jahn
63 hanna hiltner
62 Luca Principato
61 Sebastian Heins Psychologie
60 Hendrik Quest Internationale Beziehungen/Friedens- und Konfliktforschung
59 Dana Höffler Psychologie
58 Nora Plemper EKW, Ludwig-Uhland-Institut
57 Jonas Schmitt Doktorand Literatur- und Kulturtheorie
56 Dr. Rolf Frankenberger Comparative Public Policy
55 Elena Erstling Soziologie
54 Jana Morgenroth Psychologie
53 Robin Held Psychologie
52 Martha Sappler Internationale Literaturen
51 Daria Lenska Soziologie
50 Paris Siaperas Soziologie B.A.
49 Mona Haddada Soziologie
48 Quirin Schoppik Erziehungswissenschaft/Soziale Arbeit
47 Katja Hundinger Romanistik
46 Niuscha Darabkhani Latein/Englisch
45 Magdalena Trocha Pharmazie
44 Yaren Findik Fachbereich Psychologie
43 Raphael Kupczik Fakultätsratsmitglied Katholisch - Theologische Fakultät
42 Anne Glaser Studentin Humanmedizin
41 Raphael Weber Student Klassische Philologie
40 Marleen Buschhaus Geschichtswissenschaft
39 Hanna Danco
38 Linus Kohler Germanistik, Deutsches Seminar
37 Tabea Weber Judaistik, Studentin
36 Leonie Keinert Allgemeine Rhetorik
35 Tilo Scheffold Philosophie/Biologie/Internationale Literaturen
34 Rebecca Emily Lorenz M.Ed. Germanistik/Politikwissenschaft
33 Sebastian Schiebel Student Literatur- und Kulturtheorie M.A.
32 David Rohde
31 Jonas Fischer
30 Timo Brauchler Politikwissenschaft, an der Universität Tübingen
29 Lea-Marie Tewald Studentin Humanmedizin
28 Bonnie Kerkhoff Internationale Beziehungen/Friedens- und Konfliktforschung
27 Moritz Bauer Student Mathematik
26 David Lenk
25 Lisa Sturm Politikwissenschaft (B.A.)
24 Jila Petsch Studentin der Kognitionswissenschaft, Uni Tübingen
23 Dana Lindner Psychologie
22 Fabian Milius Psychologie (B.Sc.)
21 Irina Schmid Psychologie (B. Sc.)
20 Patrick Bopp Bioinformatics
19 Johannes Hundeshagen Psychologie
18 Lukas Weber Stellv. Fakultätsratsmitglied Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
17 Anna Biederer Mitglied Fakultätsrat Philosophische Fakultät 2022
16 Jeremias Schulze Senator ab Oktober 2022
15 Tobias Löffler Senator ab Oktober 2022
14 Anna-Lena Sieß Senatorin
13 Linda Amazu Senatorin
12 Moritz Rothhaar Exekutive der Verfassten Studierendenschaft
11 Johanna Grün Exekutive der Verfassten Studierendenschaft und Senatorin
10 Jacob Bühler Universitätsratsmitglied, Exekutive der Verfassten Studierendenschaft
9 Katharina Zimmermann Mittlere und Neuere Kirchengeschichte
8 Maike Messerschmidt Internationale Beziehungen/ Friedens- und Konfliktforschung
7 Maximilian Kiefer Internationale Beziehungen/ Friedens- und Konfliktforschung
6 Alexandra Dick De/Sakralisierung von Texten, Textverständnis und Krieg
5 Dr. Natalie Glynn Comparative Public Policy
4 Prof. Dr. Heike Oberlin Universitätsratsmitglied, Indologie
3 Prof. Dr. Hannah Markwig Senatorin, Lehrstuhl für Kombinatorische algebraische Geometrie
2 Prof. Dr. Peter Kremsner Institut für Tropenmedizin, Reisemedizin, Humanparasitologie
1 Prof. Dr. Reinhold Boschki Berufsorientierte Religionspädagogik

Who the fuck is Eberhard Karl?

Ein Herzog des ausgehenden Mittelalters vertreibt die Jüd*innen aus seinem Herrschaftsgebiet und verbietet seinen Untertan*innen, sie jemals wieder ansiedeln zu lassen. Knapp drei Jahrhunderte später vermietet ein Absolutist arme Untertanen an andere Länder und Unternehmen als Soldaten, die in Kolonialkriege verwickelt werden und nur zum kleinen Teil lebendig zurückkehren – ein Kritiker an dieser Praxis wird für 10 Jahre eingesperrt. Was die beiden Monarchen miteinander zu tun haben? Beide werden heute im Namen unserer Universität – der Eberhard Karls Universität Tübingen – geehrt.

Wer die beiden waren, warum dieser Name gerade heiß diskutiert wird und wie die Verfasste Studierendenschaft dazu steht – das alles und mehr erfährst du hier.

Worum dreht sich die derzeitige Diskussion in der Universität und der Stadt?

Es geht um die Frage nach dem Namen der Universität Tübingen. Bisher heißt sie "Eberhard Karls Universität" nach ihrem Gründer Herzog Eberhard I. im Bart und dem späteren württembergischen Herzog Karl Eugen. Manche Gruppen wie wir, die Verfasste Studierendenschaft, und die Jüdische Studierendenunion Deutschland fordern, die beiden Monarchen aus dem Namen zu streichen und die Universität einfach "Universität Tübingen" zu nennen - die Gründe findest du hier. 

Ist diese Forderung neu?
Die erste - uns bekannte - Forderung nach einem anderen Namen kam 1977 nach dem Tod Ernst Blochs auf. Die Studierendenschaft forderte damals und noch viele Jahrzehnte später die Umbenennung der Tübinger Universität in "Ernst-Bloch-Universität". Damals ging es aber nicht - im Unterschied zu heute - primär um die Kritik an Eberhard und Karl, sondern um eine Ehrung des Philosophen Bloch. Außerdem steht in der jetzigen Debatte eine Benennung nach einer anderen Person gar nicht im Raum, sondern lediglich die Streichung des Namensteils "Eberhard Karls".
Wie kam es zu der aktuellen Debatte?
Im Juli 2020 beschloss die Verfasste Studierendenschaft, sich für die Streichung des Namensteils "Eberhard Karls" und für einen demokratischen Namensfindungsprozess einzusetzen. Die Forderung wurde damals vom Senat der Universität abgelehnt. Nach öffentlichem Druck, u. a. durch den Antisemitismusbeauftragten des Landes Baden-Württemberg Michael Blume und die Vorsitzende der Jüdischen Studierendenunion Württemberg (JSUW) Hannah Veiler entschied sich das Rektorat dazu, dem Senat vorzuschlagen, eine Kommission mit der Erstellung eines Gutachtens bezüglich der beiden Namensgeber zu beauftragen. Dieses Gutachten ist mittlerweile veröffentlicht und hier zu finden.
Wer kann über den Namen entscheiden?
Der Name der Universität ist in der Universitätsgrundordnung festgelegt. Eine Änderung erfolgt daher durch eine Änderung an dieser Grundordnung, die mit einer 2/3-Mehrheit durch den Senat, das gewählte höchste Gremium der Universität, vorgenommen werden kann. Dort sitzen derzeit 35 Stimmberechtigte, d. h. es müssten mindestens 24 Senator*innen für eine Umbenennung stimmen. Höchstens 11 dürften dagegen stimmen oder sich enthalten.
Was ist die Position der Verfassten Studierendenschaft?
Wir als Verfasste Studierendenschaft fordern die Streichung des Namensteils "Eberhard Karls" zugunsten der Bezeichnung "Universität Tübingen". Wir finden: Eine demokratische Universität in einer demokratischen Gesellschaft braucht sehr gute Gründe, um Einzelpersonen durch Namensgebung eine dermaßen große Ehre zu erweisen. Diese Gründe sehen wir weder bei Herzog Eberhard I. noch bei Herzog Karl Eugen in ausreichendem Maße, dafür aber sehr viele Gründe gegen eine Benennung nach ihnen (siehe unten für mehr). Nicht zuletzt repräsentieren beide historischen Personen eine Regierungsform, die unserer heutigen - der Demokratie - radikal entgegensteht.
Fordert ihr einen anderen Namen wie z. B. "Ernst-Bloch-Universität" oder Ähnliches?
Nein. Während die Studierendenschaft und viele andere Gruppen in der Vergangenheit diesen Namen gefordert haben - was wir würdigen und respektieren -, hat die Verfasste Studierendenschaft diesmal keine*n neue*n Namensgeber*in vorgeschlagen. Im aktuell angestoßenen Prozess geht es außerdem um die Streichung eines Namensteils, nicht um eine Neubenennung, daher ist die Frage nach einer möglichen Alternative uninteressant und auch politisch nicht machbar.
Ist es in euren Augen zeitgemäß, eine Universität nach Monarchen zu benennen?

Nein. Die deutsche Monarchie wurde 1918 von der Demokratie abgelöst, der Adel hat seine politische Macht verloren. Dass Institutionen wie unsere Universität bis heute ohne Bruch nach den damaligen Herrschern benannt werden, ist ein anachronistisches Relikt aus vordemokratischer Zeit. Es gibt keinen Grund, warum eine demokratische Universität in einer demokratischen Gesellschaft weiter an ihrer Benennung nach Herzögen festhalten sollte.

Wer war eigentlich dieser "Eberhard Karl"?
Obwohl es aus dem Namen nicht direkt hervorgeht, ist die Universität Tübingen nicht nach einer, sondern nach zwei Personen benannt. Unter Graf Eberhard V. im Bart (1445-1496, ab 1495 Herzog Eberhard I.) wurde die Universität im Jahr 1477 gegründet, was die Stadtgeschichte unter vielen Aspekten stark beeinflusste - wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich. So profitierten das Umland und die Stadt selbst wirtschaftlich von der Universitätsgründung und gewannen an Relevanz. Zugleich veranlasste Eberhard bei der Gründung aber auch, dass die jüdischen Einwohner*innen der Stadt ihr Wohnrecht verloren; In seinem Testament weitete er dies auf sein gesamtes Herrschaftsgebiet Württemberg aus (siehe unten).
Der zweite Namensgeber ist Herzog Karl Eugen (1728-1793), der die Universität finanziell unterstützte und ausbaute, sich selbst 1767 zum "rector perpetuus" - zum ewigen Rektor - ernannte; Zwei Jahre später gab er der Universität den Doppelnamen. Karl Eugen vermietete in seiner Amtszeit als absolutistischer Herrscher aber auch Untertan*innen an andere Länder und Unternehmen, die diese für kolonialistische Kriege benutzten (siehe unten mehr).
Seit 1769 ist unsere Universität also nach Eberhard und Karl benannt - ohne, dass es seither je eine breite Diskussion über diese Namensgebung gab.
Warum ist die Universität nach Eberhard benannt?
Vom Spätmittelalter bis in das 19. Jahrhundert war es im deutschen Raum üblich, Universitäten nach ihren Gründern zu benennen (Kommission 2022, 2-3). Das war für die Herrscher erstens auf einer weltlichen Ebene wichtig, weil eine solche Universitätsgründung mit viel Prestige verbunden war, zweitens auf einer religiösen, denn nicht nur zum - scheinbaren oder tatsächlichen - Wohle des Landes zu handeln galt als fromm, sondern auch die Ausbildung neuer Theologen, die das Christentum predigen und weiterverbreiten sollten. So war auch klar, dass die neue Universität in Tübingen nach Herzog Eberhard I. im Bart benannt würde. Denn auch wenn Eberhards Mutter Mechthild von der Pfalz vermutlich einen starken Einfluss auf die Gründung hatte (Kommission, 5-6) und viele weitere Personen beteiligt und relevant waren, ging die Ehre dafür allein auf ihn als den Monarchen über.
Und warum ist die Benennung nach ihm für euch ein Problem?
Im sog. Freiheitsbrief, den Eberhard der Universität bei ihrer Gründung 1477 ausstellte, befahl er der Stadt Tübingen (nach dem Vorbild von Erzherzog Albrecht VI. bei der Gründung der Universität Freiburg) Folgendes
"Wir wöllent ouch und gebieten ernstlichen denen von Tüwingen, das sie kein juden, ouch sust keinen offen wucherer by in, in der stat oder in iren zwingen und bennen laussen wonhafft beliben."
Das bedeutet: Alle Jüd*innen, die noch in der Stadt wohnen, müssen sie verlassen. Durchgesetzt wurde das vermutlich einfach dadurch, dass keine neuen Schutzbriefe mehr ausgestellt wurden. Denn Jüd*innen im Württemberg des 15. Jahrhunderts waren darauf angewiesen, dass sie diese Schutzbriefe - eine Art Aufenthaltsgenehmigung - regelmäßig vom Herrscher ausgestellt bekamen. Wenn Eberhard sie nicht mehr ausstellte, erlosch also nach ein paar Jahren die Genehmigung zum Aufenthalt in Tübingen. Das Gutachten nennt dieses Prinzip "schleichende Ausweisung". Dass das nicht nur ein "Ausrutscher" von Eberhard war, zeigt eine Verordnung in seinem Testament von 1492. Dort schreibt er: 
"Item es ist och unnser ordnung und letster will, das furohin unnser erben in unnser herrschaft kainen juden seßhafft wonen noch dehain gewerb tryben lassen."
Diese Formulierung wiederum findet sich auch bei seinem Onkel, Pfalzgraf Friedrich dem Siegreichen. Hier wird festgelegt, dass "furohin", also in Zukunft, Jüd*innen weder wohnen noch arbeiten dürfen - in der gesamten Herrschaft Württemberg. Dieser Beschluss war sehr nachhaltig: Über Jahrhunderte hinweg wurden Jüd*innen aus Württemberg ausgeschlossen, in Tübingen konnte sich Leopold Hirsch als erster Jude erst 1855 das Bürgerrecht erstreiten, die Stadt galt im 19. und 20. Jahrhundert als antisemitische Hochburg. Auch das Gutachten stellt fest, dass dieses Testament eine "weitreichende Bedeutung für die von heftiger Judenfeindschaft geprägte Politik Württembergs seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert" hatte.
Wenn wir heute die Benennung unserer Universität nach Eberhard bestätigen, ehren wir damit aktiv auch diese jüd*innenfeindliche Politik des Herzogs und ihre katastrophalen Auswirkungen für die von der Vertreibung betroffenen Jüd*innen. Aus diesem Grund setzen wir uns dafür ein, dass sein Name aus dem Namen der Universität gestrichen wird.
Waren damals nicht alle irgendwie antijüdisch eingestellt?
Das gesamte europäische Hoch- und Spätmittelalter war wie auch die Neuzeit stark von Antijudaismus bzw. Antisemitismus geprägt. Pogrome in deutschen Städten, in der Pestzeit und während der Kreuzzüge, sog. Judenprozesse und Vertreibungen kamen immer wieder vor. Auch in der Kunst finden sich immer wieder antijüdische Darstellungen, im Württemberg unter Eberhard wurden einschlägige Bildnisse beispielsweise in der Tübinger und der Stuttgarter Stiftskirche sowie im Kloster Blaubeuren installiert, wie Stefan Lang (2008) beschreibt. Gleichzeitig gab es aber auch starke regionale Unterschiede - die jüdische Gemeinde in Worms beispielsweise konnte ein bis auf wenige Jahre durchgehendes Bestehen seit dem 11. Jahrhundert bis zum Faschismus zurückblicken, auch Kaiser Friedrich III. hatte in dieser Zeit eine deutlich liberalere Jüd*innenpolitik, ebenso der andere Württemberger Landesteil unter Ulrich V. - und auch Württemberg andere Töne: Johannes Reuchlin (1455-1522) beispielsweise kämpfte gemeinsam mit den sog. Dunkelmännern gegen die Verbrennung jüdischer Schriften und den Glauben an antijüdische Verschwörungstheorien an. 
So oder so: Eberhard machte als Herrscher konkrete antijüdische Politik, die er direkt an die Universitätsgründung band und die dramatische Auswirkungen auf das Leben der damaligen Jüd*innen hatte. Selbst wenn er damit mehr oder minder im "Geist der Zeit" handelte, ist dieser "Geist" nicht mit unserer Universität von heute vereinbar. 
Übernehmt ihr damit nicht die Deutung z. B. der Nazis, die in Eberhard ein antisemitisches Vorbild sahen?
Aus dem Jahr 1938 stammt ein kleiner Prachtband (Württembergische Landesbibliothek 1938), in dem Eberhard u. a. wegen seiner "Judenpolitik" gepriesen wird. Er dient als Legitimationsfigur für den Nationalsozialismus, der sich in Eberhards Tradition sieht. Diese Deutung Eberhards hin auf das "Ziel" Faschismus ist natürlich grober Unfug, darüber gibt es gar keine Diskussion. Dennoch machen wir es uns zu leicht, wenn wir vor einer Einordnung Eberhards in den antijüdischen Zeitgeist zurückschrecken, aus Angst, faschistischen Autor*innen zuzustimmen. Im Gegenteil: Ihre Deutung ist überhaupt nicht notwendig (und vielen Universitätsangehörigen vermutlich noch unbekannter als seine Biographie selbst), um eine angemessene historische Einordnung vorzunehmen. In seiner Regierungszeit vertrieb Eberhard die Jüd*innen aus Tübingen und sorgte dafür, dass sie nach seinem Tod aus ganz Württemberg vertrieben wurden. Punkt. Dass die Nazis diesen Fakt für sich instrumentalisiert haben und ihn zu einer Kultfigur machten, ändert daran nichts.
Eberhard hat doch auch vieles geleistet, bspw. die Universität gegründet. Sollten wir ihm das nicht anrechnen?
Ja, Eberhard hat - unter dem Einfluss seiner Mutter und vieler anderer Menschen aus seinem Umfeld - die Universität gegründet. Und er hat diese Gründung direkt mit der Vertreibung der Jüd*innen aus Tübingen verbunden. 
Und was habt ihr gegen Karl?
Herzog Karl Eugen (1728-1793) fällt mit seiner Regentschaft ab 1737 (mündig ab 1744) in die End- und Hochphase des Absolutismus. In der "Hohen Carlsschule" ließ er begabte Kinder wie den jungen Friedrich Schiller gegen ihren Willen und den ihrer Eltern jahrelang einsperren. Schiller durfte in diesen sieben Jahren seine Familie nicht sehen und wurde gezwungen, im Anschluss Jura und Medizin zu studieren. (Müller, Häuser 2007) Der Gründer einer solchen Institution ist schon deshalb fragwürdig als Mitnamensgeber einer heutigen Universität.
Gravierender ist der Menschenhandel, den er betrieb. Karl Eugen besserte seine Finanzen, die durch die Bauten großer und prächtiger Schlösser belastet waren, u. a. mit dem Verkauf von Soldaten auf. So überließ er ab 1781 gegen Zahlung mit dem sog. Kapregiment 3200 Soldaten der niederländischen Ostindienkompanie, die koloniale Interessen verfolgte. Die Bilanz war katastrophal: 7% der Soldaten überlebten nicht einmal die Überfahrt nach Kapstadt, ein großer Teil der übrigen Soldaten wurde auf Java im indischen Ozean im Stich gelassen. Insgesamt starben 72% aller Mitglieder des Regiments, gerade einmal 100-200 Menschen schafften es zurück nach Württemberg. 
Als der Dichter Christian Friedrich Daniel Schubart diese Praxis kritisierte und eine zugegebenermaßen nicht gerade nette Kritik an dem Monarchen und seiner Mätresse Franziska von Hohenheim schrieb, wurde er von Karl Eugen für zehn Jahre in Festungshaft auf den Asperg gebracht. Erst nach einer Intervention Preußens und zahlreichen Protesten kam er wieder frei.
Ein Absolutist, der seine Untertanen verkauft und in kolonialen Unternehmungen kämpfen lässt, der Kritik daran mit Festungshaft und Umerziehung bestraft, der Kinder in Internate sperrt, kann in unseren Augen nicht mit der Namensgebung unserer Universität geehrt werden. 
Diese von uns an Karl Eugen kritisierten Punkte fallen wohlgemerkt in die zweite Phase seines Lebens, die in der Landeskunde traditionell als seine mildere verstanden wird.
Aber das war doch normal, schließlich reden wir von der Zeit des Absolutismus!
Im Absolutismus war es nicht unüblich, dass Herrscher ihre Untertanen als Soldaten an andere Länder verkauften. Bei diesen sog. Subsidienverträgen stand meist ein politisches Interesse im Hintergrund: Ein Herrscher konnte so z. B. einen Verbündeten zusätzlich unterstützen. Bei Karl Eugen ging es jedoch um rein finanzielle Interessen, wie Hans-Martin Maurer (1988) in seinem Artikel über das Kapregiment darlegt.
Warum ist euch das überhaupt so wichtig? Es geht doch nur um einen Namen und heute weiß eh niemand mehr, auf wen sich der bezieht.
Beim Namen einer Universität haben wir es mit einer Ehrung zu tun, d. h. mit dem Versuch, Normen und Sinn kollektiv zu setzen (vgl. Reeken, Thießen 2016). Bei einer solchen Ehrung werden die Leistungen, aber auch die Werte der geehrten Person gewürdigt - an dieser Stelle haben sie auch einen gewissen Zukunftsbezug, die Werte werden als nachzuahmend angesehen. 
Wenn wir heute unsere Universität nach Eberhard und Karl Eugen benennen, nehmen wir eine solche Ehrung vor. In unseren Augen ist das - nach Betrachtung der Kritikpunkte an beiden Personen - auch nach der Zurkenntnisnahme ihrer Leistungen nicht zu rechtfertigen.
Streicht ihr damit nicht auch die Erinnerung an die beiden Herrscher aus dem öffentlichen Gedächtnis und verhindert damit eine weitere kritische Auseinandersetzung?
Nein. Mit einer Umbenennung würde die Ehrung Eberhards und Karl Eugens durch den Namen der Universität Tübingen wegfallen. Nicht mehr als das. 
Damit bleiben sie interessante historische Personen und die Auseinandersetzung mit ihnen bleibt weiter spannend und wichtig. Das ist aber nicht vom Namen der Universität Tübingen abhängig. Im Gegenteil besteht die Chance, dass ihre Geschichte durch die Umbenennung einen neuen Bekanntheitsgrad erlangt - und das ist ja bereits jetzt mit der neuen Debatte der Fall. 
Darüber hinaus kann und soll die Universität die Beschäftigung mit Eberhard und Karl Eugen - und auch gerne mit anderen für die Universitätsgeschichte relevanten Personen - aktiv gestalten, z. B. in Vortragsreihen, Professuren, Forschungsprojekten etc.

Literatur

– Württembergische Landesbibliothek: Graf Eberhard im Bart von Württemberg. Im geistigen und kulturellen Geschehen seiner Zeit, Stuttgart 1938.

– Kommission zur Überprüfung des Namens der Universität: Gutachten über die historische Dimension des Namens „Eberhard Karls Universität Tübingen“. Drucksache des Senats der Universität Tübingen Nr. 12, 05.05.2022.

– Lang, Stefan: Die Ausweisung der Juden aus Württemberg 1477-1498. In: Lorenz, Sönke; Schäfer, Volker (Hrsg.): Tubingensia. Impulse zur Stadt- und Universitätsgeschichte. FS für Wilfried Setzler zum 65. Geburtstag, Ostfildern 2008, S. 111-132.

– Maurer, Hans-Martin: Das Württembergische Kapregiment. Söldner im Dienste früher Kolonialpolitik (1787–1808). In: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte, 47 (1988), S. 291-307.

– Müller, Martina M.; Häuser, Iris: 1759-1805. Friedrich Schiller. Menschen aus dem Land: 10/2007. Stuttgart 2007.

– Reeken, Dietmar von; Thießen, Malte: Ehrregime. Perspektiven, Potenziale und Befunde eines Forschungskonzepts. In: Reeken, Dietmar von; Thießen, Malte (Hrsg.): Ehrregime. Akteure, Praktiken und Medien lokaler Ehrungen in der Moderne, Göttingen 2016, S. 11-29.

Weitere Literaturempfehlungen

– Frey, Winfried: Antijudaismus. In: Kotowski, Elke-Vera u.a. (Hrsg.): Handbuch zur Geschichte der Juden in Europa, Bd. 2, Darmstadt 2001, S. 367-378.

– Hayoun, Jonathan (Regie): Eine Geschichte des Antisemitismus. Arte F, 2022.

Never Again 2021: Vortrag und Diskussion 02.02., 19 Uhr

Die „ideologiefreie Mitte“ und die Kontinuität des Antikommunismus in der Bundesrepublik Deutschland

Der AK Politische Bildung organisiert im Rahmen der never again Aktionstage gegen autoritäre und faschistische Tendenzen am 02.02. um 19 Uhr diesen Vortrag.

Thema

Was 1945 in Westdeutschland als „Entnazifizierung“ begann, wurde bald zu einem „antitotalitären Konsens“ umgedreht, befördert von den westlichen Besatzungsmächten. Dem „Adenauer-Erlass“ von 1950 – Kommunist*innen und Antifaschist*innen flogen aus dem öffentlichen Dienst – folgte die massenhafte Rückkehr der „131er“, der belasteten alten Nazis. Mit dem KPD-Verbot von 1956 wurden alle, die als Kommunist*innen verdächtigt wurden, kriminalisiert und verfolgt. Erst im Zuge der „neuen Ostpolitik“ Willy Brandts konnten Kommunist*innen wieder legal auftreten. Doch schon 1972 initiierte die SPD den „Radikalenerlass“ der zu Tausenden von Überprüfungsverfahren und Berufsverboten führte, die bisher nur in einzelnen Bundesländern aufgearbeitet wurden. Aktuell zwingen die alten antikommunistischen Denkmuster die VVN-BdA zur Verteidigung ihrer Gemeinnützigkeit. Mit der Gleichsetzung von Links- und Rechtsextremismus wird linke Kritik diffamiert und rechte Gewalt verharmlost.

Vortrag von Lothar Letsche, Mitglied im geschäftsführenden Landesvorstand der Vereinigung der Verfolgten des Nazifaschismus-Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA)

Wo?

Der Vortrag findet online auf Zoom statt über folgenden Link: https://zoom.us/j/93921621229?pwd=SFlhcTFDZ0lVc3VLaTMwRW1zTUJHZz09

Eine Einwahl per Telefon ist natürlich auch möglich, schreibt uns dafür eine Mail an polbil@stura-tuebingen.de

Studierendenrat Tübingen