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Autor-Archiv %s Jonathan

Bericht von der Studentischen Vollversammlung am 28.11.19

StudVV beschließt Forderungen zu Klima, Hochschulfinanzierung, pluraler Ökonomik, Solidarisierung mit Hongkonger Student*innen

Auf dieser Seite unten findet ihr die Beschlüsse und das Protokoll der Vollversammlung

Kurzbericht

Die Versammlung wurde von etwa 70 Personen besucht. Laut Satzung gibt es kein Quorum für eine VV. Vier fristgerecht eingegangene Anträge wurden behandelt: Klimaforderungen, Forderungen zur Hochschulfinanzierung, Solidarisierung mit Student*innen in Hongkong und ein Antrag zur Pluralisierung der Lehre in den Wirtschaftswissenschaften.
Außerdem wurde je ein Antrag zu Demokratisierung der Hochschule und besseren Sitzplätzen in der UB nachträglich auf die TO aufgenommen.
Ein Änderungsantrag zum Klimapapier brachte einen Katalog von während der Fridays for Future Klimastreikwoche ausgearbeiteten Forderungen ein, der so geänderte Antrag wurde mit wenigen Änderungen beschlossen und auf der FFF Demo am 29.11. Prorektor Prof. Peter Grothwohl überreicht.
Sowohl über die Klimaforderungen, als auch über die Forderungen zur Hochschulfinanzierung wurden längere, teils kontroverse aber auch sehr konstruktive Debatten geführt.
Beide Anträge, wie auch der Antrag zur Pluralen Ökonomik, wurden mit jeweils großen Mehrheiten angenommen.
Nach langer Diskussion wurde der Antrag zur Demokratisierung der Hochschulen an den StuRa überwiesen, genauso der Antrag auf bessere Sitzplätze.

Beschlüsse
Klimaforderungen
Hochschulfinanzierung
Solidarisierung Hongkong
Plurale Ökonomik

Nicht abgestimmte Anträge
Demokratisierung der Hochschule
Sitzplätze in der UB

Uni ohne Kohle!?

Zweite Studentische Vollversammlung 2019! Am 28. November um 18 Uhr im Kupferbau, Hörsaal 25

Beschlüsse und Protokoll dieser StudVV findet ihr der bessern Übersichtlichkeit auf einer separaten Seite, nämlich hier.

Der StuRa ruft am Tag vor der globalen Fridays for Future Demo am 29.11. und während der FFF Hochschulstreikwoche vom 25.-29.11. zur zweiten Studentischen Vollversammlung im Wintersemester 2019/20 auf.
Alle Student*innen der Universität Tübingen sind aufgerufen teilzunehmen, Anträge zu stellen und Anliegen, die euch wichtig sind, in die restliche Studierendenschaft zu tragen.
Anträge können bis 25.11. an ga@stura-tuebingen.de geschickt werden.


Uni ohne Kohle?

Die Hochschulen sind noch immer unterfinanziert und der neue Hochschulfinanzierungsvertrag steht noch auf wackligen Beinen. Wir als Student*innen müssen weiter unsere Position öffentlich klar machen – gute Lehre, gutes Studium und gute Wissenschaft sind nicht verhandelbar und kosten eben Geld.

Uni ohne Kohle!

Die Klimakrise macht nicht Halt vor den Universitäten. Einen Tag vor der #NeustartKlima Demo ist ein guter Tag, um über die Klimawirkung der Universität zu sprechen. Ob vor Ort, etwa durch ihren Stromverbrauch, über Anlagevermögen bei Firmen, die fossile Energieträger zu Geld machen, oder indirekt durch die prominente Rolle, die Hochschulen in der Gesellschaft einnehmen.


Diese beiden Themen müssen nicht die einzigen Themen der Vollversammlung sein. Alle Student*innen sind zu allen Themen antragsberechtigt und auch ohne Anträge können Punkte zur Diskussion auf die Tagesordnung aufgenommen werden. Nutzt diese direkte Beteiligungsmöglichkeit und erscheint zahlreich!

Hard Facts:

Studentische Vollversammlung Wintersemester 2019/20

DIESE STUDVV HAT SICH SELBST FÜR BESCHLUSSUNFÄHIG ERKLÄRT!

Wegen der extrem geringen Teilnehmer*innenzahl (etwa 20) haben sich die Anwesenden selbst für beschlussunfähig erklärt (Anm.: diesen Vorgang gibt es laut Satzung nicht). Stattdessen wurde die Veranstaltung zur Diskussion genutzt und dem StuRa vorgeschlagen, eine neue StudVV am 28.11. einzuberufen. Dem ist dieser nachgekommen, die Seite gibts hier.
Unten der ursprüngliche Text dieser Seite.


Die satzungsgemäße studentische Vollversammlung für das Wintersemester 2019/20 findet am 30.10.19 ab etwa 15 Uhr im Audimax statt (Neue Aula), direkt im Anschluss an die Demo für gute Hochschulfinanzierung.

Der AK Presse & Öffentlichkeitsarbeit, der vom StuRa mit der Planung beauftragt worden ist, schlägt diese Tagesordnung vor:

  • TOP 1: Kurze Vorstellung des Systems der Verfassten Studierendenschaft
  • TOP 2: Berichte
  • TOP 3: Hochschulfinanzierung
  • TOP 4: Sonstiges

Der TO können auf der Stud.VV. jederzeit Punkte hinzugefügt werden.

Wir rufen alle Student*innen zur Teilnahme auf! Die Vollversammlung ist DER Ort für direkte Mitbestimmung!

Miteinander statt gegeneinander – Studierendenvertretungen kritisieren Exzellenzstrategie

Zusammen mit den Studierendenvertretungen der Universitäten HU Berlin, FU Berlin, TU Braunschweig, TU Dresden,  Freiburg,  Hamburg,  Hannover,  Heidelberg und Kiel hat der StuRa Tübingen folgende kritische Stellungnahme zur Exzellenzinitiative veröffentlicht. Alle dieser Universitäten hatten sich auf den Exzellenzstatus beworben. Der Beschluss dazu wurde in der StuRa Sitzung vom 15.07.19 getroffen.

Die Stellungnahme in Gänze:

Die Studierendenschaften der Universitäten HU Berlin, FU Berlin, TU Braunschweig, TU Dresden, Freiburg, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Kiel und Tübingen, welche sich allesamt noch im Wettbewerb um den Titel Exzellenzuniversität befinden, positionieren sich gemeinsam gegen die Exzellenzstrategie:

Morgen, am 19. Juli 2019, wird die Entscheidung über die aktuelle Vergaberunde der Exzellenzstrategie gefällt. Einige Universitäten freuen sich über die zusätzlichen Mittel und den Titel, viele werden leer ausgehen. Ganz gleich, wie der Einzelfall entschieden wird – wir lehnen die Exzellenzstrategie nach wie vor bestimmt ab.

Karim Kuropka, erster Vorsitzender der Studierendenvertretung der Uni Hamburg begründet:
„Staatliche Hochschulen sind unterfinanziert. Alle staatlichen Hochschulen! Unterfinanzierung bedeutet, dass die Breite der Lehrveranstaltungen nur unter größeren Anstrengungen und durch die kreative Umwidmung alternativer Finanzquellen gestemmt werden können.
Unterfinanzierung bedeutet die dauerhafte Befristung der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen unter prekären Arbeitsbedingungen.“

Nathalie Schmidt, Geschäftsführerin für Soziales und Hochschulpolitik vom StuRa der TU Dresden und damit der einzigen Universität in Ostdeutschland, die noch Aussicht auf den Exzellenzstatus hat, erläutert weiter zu den Folgen: „Einige wenige ‚exzellente‘ Universitäten bekommen nun massive finanzielle Unterstützung, während der Rest mit enormen finanziellen Problemen kämpfen muss. Es entsteht ein 2-Klassen-System, in dem ein Großteil der Hochschulen durch Sparzwang beschränkt wird. Dabei ist die Breite der Forschungslandschaft gerade eine Stärke, der man sich hier beraubt.“

Jonathan Dreusch, Vorsitzender der Verfassten Studierendenschaft der Uni Tübingen berichtet von Erfahrungen aus studentischer Perspektive: „Es wurden enorme Kapazitäten aller teilnehmenden Universitäten in diesem Wettbewerb und in den Bewerbungen gebunden. Diese Kapazitäten standen für andere Projekte über einen langen Zeitraum nicht zur Verfügung. Maßnahmen bezüglich Lehre und weitere studienbegleitende Projekte fanden somit zu wenig Beachtung. Dass Lehre in der Exzellenzstrategie nicht mitberücksichtigt wird, ist ein fataler Fehler – Hochschulen können nicht ohne Lehre gedacht werden!“

Marc Baltrun, Außenreferent der Studierendenvertretung der Uni Heidelberg fordert: „Geld muss in den Erhalt der Bildungslandschaft und Vielfalt investiert werden. Es muss für eine ausreichende Grundfinanzierung gesorgt werden, anstatt für das eigene Ego und ein paar leere Titel eine Spaltung zu schaffen, die keiner Universität, keinen Studierenden und keinen Lehrenden auf lange Sicht nützt. Eine ausreichende Grundfinanzierung würde zu einer emanzipatorischen Wissenschaft beitragen, die allen zu Gute kommt.“

„Wir sprechen hier gemeinsam als Studierendenvertretungen, deren Unis aktuell in Konkurrenz zueinanderstehen. Es ist Zeit, diesem sinnlosen Wettbewerb für die Zukunft ein Ende zu setzen.
Wir fordern ein Ende der Exzellenzstrategie!“ betont Clemens Ernst, Vorstand der Verfassten Studierendenschaft der Uni Freiburg.

Studierendenrat Tübingen